Tiertransporte: Verbesserungsvorschläge einer Expertin

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Im Gespräch mit Patricia Patsch über ihre Dissertation zum Tiertransportrecht.

Sie hat Diplome in Wirtschaftswissenschaften und Jus, und jetzt eine juridische Dissertation an der Uni Innsbruck fertig gestellt. Titel: „Analyse des Europäischen und Österreichischen Tiertransportrechts“

Die Maximalstrafe bei Übertretung der Tiertransportgesetze beträgt in Malta 58 (!) Euro. Aber selbst die 5000 Euro in Österreich, die nur im Wiederholungsfall gegeben werden können, schrecken nicht ab. Bei Tiertransporten hat sich seit Jahrzehnten keine merkbare Verbesserung eingestellt. Der Grund: internationale Transporte, alle geben die Verantwortung an andere Länder ab, insbesondere bei Drittlandexporten aus der EU hinaus.

Landwirtschaftsministerin Köstinger folgt der Doktrin, nur die Transporte für die Tiere humaner zu gestalten, nicht sie einzuschränken.

Ideen hat Patricia Patsch viele, um Verbesserungen zu erreichen:

  • Konkrete Verbote statt schwammigen Begriffen
  • maximale Transportdauer 8 Stunden (mit Be- und Entladung maximal 6 Stunden Fahrt)
  • geprüfte Transportmittel
  • Audit, verpflichtender Tierarzt /-ärztin an Bord und Notfallplan bei Schiffen
  • verbesserte Kontrollen
  • Schulungen
  • reale Plausibilitätsprüfung
  • Strafmaß vereinheitlichen und drastisch erhöhen
  • Verbot von Exporten in Drittstaaten
  • zentrale EU-Stelle zur Durchsetzung des Vollzugs EU-weit einheitlich
  • Verbandsklage im Tiertransportbereich für Tierschutzorganisationen
  • schärfere und häufigere Vertragsverletzungsverfahren
  • Tierschutzombudspersonen für Tiertransporte

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