Vienna Türkgücü – ein migrantischer Fußballclub in Wien kämpft um die Aufrechterhaltung des Spielbetriebs

Подкаст
FROzine
  • MARS_final
    06:56
audio
50:00 хв.
Geschlechtervielfalt im Universitäts- und Breitensport und Welt-Autismus-Tag
audio
49:58 хв.
Brüllen wie ein Bär - leben mit Chronischen Krankheiten
audio
50:00 хв.
Weltempfänger: Neuanfang in Nepal
audio
56:00 хв.
Die Künstlerin Xian Zheng ; Wahlen in Ungarn
audio
14:51 хв.
Beitrag: Wahlen in Ungarn: Welche Szenarien sind möglich?
audio
50:03 хв.
Freiwilligenmesse an der JKU
audio
50:37 хв.
Armut, Wohnungslosigkeit, Obdachlosigkeit
audio
49:58 хв.
Feministische Perspektiven auf Krieg und Frieden
audio
49:57 хв.
Spielsucht und Anti-Rassimus Arbeit in OÖ
audio
31:22 хв.
Verhaltenssüchte behandeln

Vienna Türkgücü ist einer von vielen Fußballvereinen in Wien mit dezidiert migrantischen Wurzeln. Neben türkischen tummeln sich unter anderem aber auch serbische, polnische und afrikanische Vereine in den unteren Wiener Amateurligen. ie wurden gegründet, weil die Spieler in den bestehnden Vereinen keinen Platz fanden, weil man die fußballerischen Geschicke selbst in die Hand nehmen wollte. Während sie manche als Ausdruck von Parallelgesellschaften kritisieren, sehen andere in diesen Vereine eine wichtige Möglichkeit, gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.

Allerdings sehen sich immer mehr dieser Vereine mit fundamentalen Problemen konfrontiert, die es erschweren, den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. Oftmals verfügen sie über keine eigenen Fußballplätze, sondern müssen bei anderen Vereinen in Untermiete trainieren und spielen. Das wiederum schränkt die zeitlichen und manchmal auch die räumlichen Möglichkeiten zu trainieren, erheblich ein. Vienna Türkgücü etwa kann nur zwei Mal in der Woche ein Training abhalten – und hat dafür nur die Hälfte eines Kunstrasenplatzes zu Verfügung. Ebenso sind mit dem Fehlen einer eigenen Sportanlage Einnahmenverluste (zB Kantinenverkauf) und organisatorische Probleme (kein Lagerplatz für Trikots oder Bälle) verbunden. Der Aufbau einer Nachwuchsmannschaft – einer der wichtigsten Grundsteine für den langfristigen Erfolg eines Vereines – ist unter diesen Bedingungen nicht möglich.

In diesem Beitrag, der im Rahmen der MARS-Konferenz (Media Against Racism in Sport), die von 14.-17. September 2011 in Wien statt fand, kommen Mustafa Iscel (Präsident Vienna Türkgücü), Robert Sedlacek (Präsident Wiener Fußballverband) und Kurt Wachter (Initiative Fair Play) zu Wort. Die Interviews wurden in einer Kooperation von Johannes Hofer (ballesterer fm) und Dominik Meisinger (Radio FRO) geführt.

Ein Beitrag von Dominik Meisinger.

Залишити коментар