Auftritt der Frauen

Podcast
Lentos/Nordico on air
  • Lentos_Dezember_2021
    35:13
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30:21 Min.
Atemzonen
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31:43 Min.
Das Nordico und seine Wunderkammer
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Sisters & Brothers: 500 Jahre Geschwister in der Kunst
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Heimat großer T*chter. Zeit für neue Denkmäler
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Ausstellungen und Kuratierungen im Lentos
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What the Fem*?
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Yoella, Mina und Herbert Bayer im Lentos / Symposium im Nordico
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I Love You :-)
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30:00 Min.
Künstlerinnen vor den Vorhang
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30:18 Min.
Kunstunterricht im Ghetto Theresienstadt

Das Nordico Stadtmuseum widmet den Künstlerinnen einen großen Auftritt. Das Lentos wird die Kunst von Friedl Dicker-Brandeis zeigen. Wir bringen Interviews zu den kommenden Ausstellungen mit den Leiterinnen von Lentos und Nordico on Air.

Bauhaus-Schülerin, Avantgarde-Malerin, Kunstpädagogin: Friedl Dicker-Brandeis im Lentos 

In anregenden Bildvergleichen beleuchtet die Ausstellung erstmals Friedl Dicker-Brandeis’ besonderen Stellenwert innerhalb der Avantgardemalerei. Die dramatischen Lebensumstände der rassistischen Verfolgung steckten den Rahmen für das weitere künstlerische Schaffen der Künstlerin ab. Von ihrem letzten Rückzugsort Hronov in Nordostböhmen wurde sie gemeinsam mit ihrem Mann Pavel Brandeis im September 1942 nach Theresienstadt deportiert. Kinderzeichnungen aus dem Ghetto Theresienstadt dokumentieren die leidvolle Aufgabe, der sich die Künstlerin in den letzten Lebensjahren stellte: Friedl Dicker-Brandeis als aufopfernde Kunstpädagogin. Im Oktober 1944 wurden sie und viele der von ihr unterrichteten Kinder als Opfer des Holocausts im KZ Auschwitz ermordet.

Hemma Schmutz im Interview über Kunst und Lebensweg von Friedl Dicker-Brandeis

 

Im Nordico: Auftritt der Frauen

Linz war langweilig und die Voraussetzungen für Frauen, die Mitte des 19. Jahrhunderts Künstlerinnen werden wollten, waren aufgrund von Benachteiligung in der Ausbildung sowie des eingeschränkten Zugangs zu Künstlervereinigungen auch in Oberösterreich schlecht. Dennoch gelang es einigen Linzer Künstlerinnen jenseits des Dilettantismus erfolgreich eine Karriere aufzubauen. Maßgeblichen Anteil daran hatte die 1857 geborene Malerin Agathe Schwabenau, die sich im Oberösterreichischen Kunstverein engagierte und eine Malschule gründete. Ihre zahlreichen biografischen Notizen und Erinnerungen geben einen lebhaften Einblick in die Herausforderungen, die ein Frauen- und Künstlerinnenleben in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bereithielt.

Andrea Bina im Interview über die legendäre Malschule in Dachau und darüber, ob und wie diese Künstlerinnen Linz beeinflusst haben.

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