Im Antifaschismus geeint

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Studiogespräch mit dem Buchautor Hans-Henning Scharsach sowie Larissa Zivkovic und Raffael Schöberl vom „Bündnis Linz gegen Rechts“ über Burschenschaften, den Burschenbundball und antifaschistischen Aktivismus.

„Für Frieden, Freiheit und Demokratie“ – unter diesem Motto steht die diesjährige Demo gegen den rechtsextremen Burschenbundball. Dieser gilt als Vernetzungstreffen der Rechten und Rechtsextremen in Oberösterreich und findet am 4. Februar statt. Zeitgleich findet die Demo dagegen statt, die vom Bündnis Linz gegen Rechts organisiert wird. Dessen Aktivist*innen kritisieren vor allem, dass Landeshauptmann Thomas Stelzer von der ÖVP den Ehrenschutz für den Ball übernommen hat.

FROzine geht den Hintergründen der Burschenschaften nach, ihrem Einfluss in Politik, Wirtschaft sowie in der FPÖ und welche Gefahren damit einhergehen. Besprochen wird auch die Rolle des Burschenbundballs und wie Politik und Justiz in Bezug auf Rechtsextremismus handeln.

„Die Politik unseres Land stellt sich blind gegen den Rechtsextremismus“,

sagte der Autor Hans-Henning Scharsach kürzlich im Rahmen einer Kundgebung in Wels. Anlass war damals der Protest gegen den „Burschentag“, einem Treffen der deutschnationalen Mittelschülerverbindungen in Wels. Einen Beitrag dazu gibt es hier zum Nachhören. Als politischer Sachbuch-Autor ist Scharsach durch Bücher bekannt, wie Haiders Kampf (1992), Strache. Im brauenn Sumpf (2012) und Stille Machtergreifung. Hofer, Strache und die Burschenschaften (2017).

„Die Burschenschaften haben sich nie von den Traditionen des Nationalsozialismus gelöst“,

betont Scharsach im Studiogespräch. Er schildert die historischen Hintergründe der Burschenschaften und beschreibt welche Traditionsmerkmale heute bei ihnen zu finden sind. Auch die Verflechtungen zwischen den Burschenschaften und der FPÖ und ihr Einfluss an zentralen politischen Machtpositionen in Stadt, Land und Bund sind Thema. So sind einige FPÖ-Funktionäre in und aus Linz Mitglieder der Burschenschaft „Arminia Czernowitz“, die auch zum Burschenbundball einlädt.

„Neben Politiker:innen und Vertreter:innen aus der Wirtschaft werden vor allem rechtsextreme Burschenschafter, Identitäre und Corona-Leugner:innen am Ball herumtummeln“, warnt das Bündnis Linz gegen Rechts, das bereits 2013 gegründet wurde, um gegen den Ball zu mobilisieren. Dieses Jahr rufen sie vor allem die Vertreter*innen der ÖVP auf nicht an dem Ball teilzunehmen.

Gemeinsam mit Hans-Henning Scharsach diskutieren im Studio Larissa Zivkovic und Raffael Schöberl vom Bündnis Linz gegen Rechts. Sie betonen einmal mehr welche traurige Spitzenposition Oberösterreich in Bezug auf Rechtsextremismus einnimmt. Gleichzeitig gibt es mit dem OÖ. Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus eine sehr aktive antifaschistische Bewegung.

Bündnis Linz gegen Rechts

Demonstration „Nein zum rechtsextremen Burschenbundball!“
Samstag, 04. Februar 2023
Treffpunkt: 17:30 Uhr am AEC-Maindeck (Ars Electronica Straße 1, 4040 Linz)

 

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Moderation: Marina Wetzlmaier

cc-Musik: Terremoto – Revolution (cc by-sa 3.0)

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