Es ist nichts zwischen uns – Über die Produktivität des Konflikts im feministischen Widerstreit II

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Kultur und Bildung spezial
  • 2024_01_26_Es ist nichts zwischen uns II
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In der heutigen Sendung stehen die Themenfelder Sprache als feministisches Konfliktfeld sowie Feministische Stadtplanung im Mittelpunkt.

Am 22. November 2023 verhandelten Elke Schimpf, Ioanna Menhard und Katharina Lux unter dem Titel POSTMODERN TALKING das Thema Sprache als feministisches Konfliktfeld.
Am 29. November 2023  sprachen Sandra Huning & Tanja Mölders, Elke Krasny und das CLAIMING*SPACES Kollektiv zu fem. Stadtplanung unter dem Titel WHOSE CITY?! Gebaute Konfliktlinien.

Der Konflikt um Sprache und Bedeutung hat in der feministischen Geschichte eine lange Tradition und wird auch aktuell virulent geführt. Hierbei geht es nicht nur um Fragen danach, wer (für wen) sprechen kann und soll, sondern auch um Konflikte über Verständlichkeit, über feministische Sprachkritik und die Benennung eines Subjekts des Feminismus.

Im ersten Teil der Sendung hört ihr ein Interview über feministische Sprachpolitik sowie über die aktuell geführten sprachpolitischen Debatten. Die Autorin Laura Melina Berling, über social media auch bekannt als @littlefeministblog hat darüber mit allen drei Vortragenden Elke Schimpf, Ioanna Menhard und Katharina Lux gesprochen. Katharina Lux ist wissenhaftliche Mitarbeiterin an der HU Berlin, Elke Schimpf, Professorin für soziale Arbeit an der Hochschule Darmstadt und Ioanna Menhard ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule RheinMain.

Im Anschluss hört ihr den Vortrag von Elke Schimpf über „Feministische Sprachkritik, ein langjährig umkämpftes Konfliktfeld mit widersprüchlichen (Er)Folgen“.

Schon immer ist die Stadt ein umkämpfter Raum. Mit der Forderung nach einem Recht auf Stadt sind in den letzten Jahren bereits viele Ungerechtigkeiten in der Stadt angeprangert worden. Eine erstarkte urbane Bewegung kämpft dafür, in ihren Häusern zu gerechten Mieten wohnen zu können, Räume für soziokulturelle Angebote und Solidarität zu sichern und den öffentlichen Raum wieder als Gemeingut für Alle zu verstehen. Auch die feministische Bewegung bezieht sich in ihrer Entstehung auf den städtischen Raum. Denn ungleiche Machtverhältnisse und veraltete Lebensentwürfe werden durch Architektur und Stadtentwicklung langfristig festgeschrieben. Eine feministische Perspektive auf Stadt problematisiert die konventionellen Entwürfe für öffentliche Räume, Wohnraum, Mobilität, Zugänglichkeit und Mitbestimmung und fordert eine machtkritische Transformation unserer Straßen, Plätze, Häuser und Planungsprozesse.

Im zweiten Teil hört ihr Rebecca Wall und Felix Hofmann, die mit den beiden Vortragenden Sandra Huning und Tanja Mölders darüber gesprochen haben, was in unseren Städten aus einer feministischen Sicht zu tun ist und welche unterschiedlichen Ansätze es dazu in der feministischen Stadtplanung und -forschung bereits gibt.

Sandra Huning ist Raumplanerin und aktuell Vertretungsprofessorin an der Professur Stadt-planung der Bauhaus-Universität Weimar. Tanja Mölders ist Nachhaltigkeitswissenschaftlerin und Professorin für Umweltplanung und Transformation an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Sendungsgestaltung: Daniela Banglmayr

Musik: PJ Harvey – Prayer at the gate; I inside the Old I dying

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