Wir waren im Kino und haben dort den Film “Dahomey” gesehen, in dem sich die Regisseurin Mati Diop mit der Rückgabe kolonialer Raubkunst aus europäischen Museen beschäftigt. Davon inspiriert widmen wir uns in dieser Ausgabe von „auf-hören – ungeniert konfrontiert“ mit der sogenannten Restitutionsdebatte, die seit ein paar Jahren intensiv in Europa geführt wird.
Was bedeutet es, wenn große Teile der Kunst aus den ehemaligen Kolonien im globalen Süden in europäischen Museen liegen? Warum ist die Rückgabe dieser Gegenstände eine so große Streitfrage und warum sind auch jetzt, viele Jahrzehnte später erst, so wenige Kulturgüter zurückgegeben worden?
Diesen Fragen widmen wir uns und gehen auf Beispiele aus Frankreich, Deutschland und Österreich ein.
Quellen:
– Sandkühler, T., Epple, A., Zimmerer, J., Amaama, S. A., Brockmeyer, B., Brusius, M., Dorgerloh, H., Eckert, A., & Förster, T. (2021). Geschichtskultur durch Restitution? : Ein Kunst-Historikerstreit. (1st ed.). Vandenhoeck & Ruprecht.
– https://stadtkinowien.at/film/dahomey/

wirklich sehr informativ, danke! 👍
noch meine Anmerkung zum Thema Restitution:
wenn ich daran denke, wie lange es in AT gedauert hat, bis eine Diskussion über die NS-Raubkunst und Start der Restitution möglich war (Ende der 1990er Jahre) so glaube ich, dass der erste Schritt wichtig ist, auch wenn vlt.nur mit symbolischem Wert.
Danach könnten dann immer mehr Schritte in immer mehr Ländern folgen. Und fast noch wichtiger, dass Frankreich als große Kolonialmacht damit begonnen (oder zumindest mit initiiert) hat.