Stromausfall in Spanien und Portugal
Ein massiver Stromausfall hat am 26. April Teile Spaniens und Portugals lahmgelegt. Wie Der Spiegel berichtet, waren mehrere Regionen betroffen, darunter Lissabon, Madrid und Sevilla. Ursache war ein technisches Problem bei der Hochspannungsleitung zwischen Frankreich und Spanien, das Dominoeffekte im europäischen Stromnetz auslöste. Inzwischen ist die Versorgung laut Netzbetreibern wiederhergestellt. Der Vorfall zeigt erneut die Verwundbarkeit der Energieinfrastruktur – und sorgt für neue Diskussionen über Blackout-Vorsorge in Europa.
Tag eins stellt Betrieb ein
Das österreichische Online-Medium tag eins wird mit 30. April 2025 eingestellt. Grund sind anhaltende finanzielle Schwierigkeiten, wie aus einer Presseaussendung vom 9. April hervorgeht. Trotz einer engagierten Community, intensiver Bemühungen um Förderungen und Investor*innen, sowie einer breit angelegten Mitgliederkampagne konnten die laufenden Kosten nicht mehr gedeckt werden. Vier Mitarbeitende verlieren ihren Arbeitsplatz. Die Betreiber:innen ziehen sich geordnet zurück und kündigen eine Rückerstattung an die Unterstützer:innen an. „Journalismus ist nicht billig – billiger wollen wir ihn nicht machen“, heißt es in der Abschiedsbotschaft. tag eins war 2022 mit dem Anspruch gestartet, unabhängigen, werbefreien Qualitätsjournalismus in Österreich zu etablieren.
30. April – Tag der Arbeitslosen
Am 30. April wird in Österreich der Tag der Arbeitslosen begangen. Wie die Plattform Human Rights Austria betont, geht es dabei nicht nur um Statistik, sondern um die Sichtbarkeit von Menschen, die aus dem Arbeitsmarkt gedrängt wurden. Besonders betroffen sind laut Initiative Alleinerziehende, Ältere, Migrant:innen und Menschen mit Behinderungen. Auch in Zeiten vermeintlich sinkender Arbeitslosenzahlen bleibe die strukturelle Ausgrenzung bestehen. Die Aktionstage sollen politische Forderungen wie Existenzsicherung, faire Arbeitsbedingungen und ein Ende von AMS-Schikanen ins Zentrum rücken.
Whistleblower: „Es existiert keine soziale Heimatpartei“
Im Standard erhebt der Ex-FPÖ-Mitarbeiter Benjamin Ribarich schwere Vorwürfe gegen seine frühere Partei. In einem Interview sagt er, die FPÖ agiere nicht im Interesse „des kleinen Mannes“, sondern verfolge eine Politik der sozialen Kälte und Selbstbereicherung. Ribarich, der lange im Apparat tätig war, spricht von interner Abschottung, systematischem Machtmissbrauch und ideologischer Radikalisierung. Die „soziale Heimatpartei“, wie sie sich selbst nennt, existiere nur als PR-Hülle. Laut Standard kündigte Ribarich rechtliche Schritte gegen seine früheren Vorgesetzten an und fordert politische Aufarbeitung.
Steirisches Budget sorgt für Kritik
Die steirische Landesregierung steht wegen ihres neuen Budgets massiv in der Kritik. Wie die Kleine Zeitung berichtet, spricht die Opposition von einer „Bankrotterklärung“. Der Vorwurf: Unkontrollierte Ausgabensteigerungen ohne langfristige Planung würden die finanzielle Stabilität des Landes gefährden. Vor allem die Ausweitung von Schulden und fehlende Reformstrategien stoßen sauer auf. Während die Regierung das Budget als krisenbedingt notwendig verteidigt, fordern SPÖ und KPÖ mehr Transparenz und soziale Ausgewogenheit in der Finanzpolitik.
Identitäre wollen verdeckten Ermittler enttarnt haben
Laut einem Bericht im Standard vom 22. April behaupten Vertreter der rechtsextremen Identitären Bewegung, einen verdeckten Ermittler enttarnt zu haben. Der Mann soll sich über Jahre in die Szene eingeschleust und an Veranstaltungen teilgenommen haben. Die Gruppe veröffentlichte Namen und Fotos des mutmaßlichen Ermittlers im Internet, was als gezielte Einschüchterung bewertet wird. Sicherheitsbehörden kommentieren den Fall bisher nicht offiziell, könnten aber wegen Gefährdung staatlicher Operationen eingeschritten sein. Laut der rechtsextremen Identitären ist die Person nach dem Outing nicht mehr zu Treffen und Veranstaltungen erschienen.
SPÖ gewinnt Wien-Wahl – Koalitionsgespräche beginnen
Die SPÖ hat die Wiener Gemeinderats- und Landtagswahl am Sonntag klar gewonnen. Laut dem vorläufigen Endergebnis erreichte die Partei 39,5 % der Stimmen, was einen leichten Rückgang im Vergleich zur letzten Wahl bedeutet. Die FPÖ konnte ihren Stimmenanteil auf 20,8 % steigern und belegte damit den zweiten Platz. Die Grünen blieben mit 14,2 % stabil, während NEOS und die ÖVP mit 9,8 % bzw. 9,7 % knapp hintereinander lagen. Die Wahlbeteiligung lag bei 62,7 %, so berichtete der ORF.
Bürgermeister Michael Ludwig kündigte an, Sondierungsgespräche mit NEOS, Grünen und der ÖVP zu führen, um bis Sommer eine stabile Stadt- und Landesregierung zu bilden. Eine Koalition mit der FPÖ schloss er aus.
Serbische Studierende setzen Zeichen in Graz
Am Montagabend machten 21 serbische Studierende im Rahmen ihres 1.950 km langen Protestlaufs von Novi Sad nach Brüssel Halt am Tummelplatz in Graz. Laut einer Presseaussendung von Svjetlana Vulin wurden sie dort von rund 500 Menschen empfangen. Die Aktion richtet sich gegen Korruption, institutionelles Versagen und das gesellschaftliche Vergessen – insbesondere in Serbien. Der symbolkräftige Empfang umfasste eine Kunstinstallation mit 16 beschrifteten Turnschuhen und 16 Schweigeminuten für die Opfer von Novi Sad. Beiträge kamen unter anderem vom multikulturellen Chor und Gemeinderat Nenad Savic. Die Studierenden wurden mit Applaus und Rufen wie „Pumpaj!“ – serbisch für „den Druck erhöhen“ – begrüßt. Der Protestlauf soll bis Brüssel fortgeführt werden, um auch auf EU-Ebene auf demokratische Missstände aufmerksam zu machen.
Antifa Graz: Alle Beschuldigten aus U-Haft entlassen
Erfolg für die Solidaritätskampagne rund um die #AntifaGraz-Beschuldigten: Wie die Gruppe via Social Media meldete, wurden nun alle sieben Personen aus der Untersuchungshaft entlassen – zuletzt auch jene Person, die sechs Wochen ohne belastende Beweise inhaftiert war. Laut den Aktivist*innen habe das Oberlandesgericht Graz mehrfach Entscheidungen der Staatsanwaltschaft zurückgewiesen, darunter auch einen neuen Versuch zur Inhaftierung. Der Gerichtsprozess steht dennoch bevor. Die Kampagne ruft zur weiteren Unterstützung auf: „Getroffen hat es ein paar – gemeint sind wir alle!“





