Seit Tagen wird aufgrund der niedrigen Temperaturen auf die Kältetelefone in den Bundesländern hingewiesen. In Oberösterreich wird die Nummer von B37 angegeben. Wie funktioniert dieses Angebot genau?
Es ist wichtig zu betonen, dass es sich bei dem Kältetelefon um keine Notrufnummer handelt, auch zeitnah den Hinweisen nachgehen kann OBST nicht. OBST bezeichnet das aufsuchende Streetwork Angebot vom Sozialverein B37. Die Teamleiterin Isolde Waltenberger betont, dass sie allen Anrufen und E-Mails nachgehen, aber da die Sozialarbeiter*innen meistens so und so schon unterwegs sind und mit den wohnungslosen Personen in Linz Kontakt haben. Das ist auch ein wichtiger Hinweis, B37 betreut nur das Linzer Stadtgebiet, es gibt noch Stellen in ein paar anderen oberösterreichischen Städten, an die sie Anrufer*innen weiterleiten könne, aber eine bundeslandweite, einheitliche Versorgung gibt es nicht.

Laut Erhebungen von B37 sind es 82 Personen, die in Linz wohnungslos sind und auf der Straße wohnen. Diese Zahl beinhaltet aber nur diejenigen, die in Österreich Anspruch auf Sozialleistungen haben, die Gruppe an wohnungslosen Menschen ist eigentlich größer. Im Alltag versorgen Waltenberger und ihre Kolleg*innen ihre Klient*innen schon im Herbst mit Schlafsäcken und warmen Gewand, so dass sie für den Winter gut ausgerüstet sind. Sie kommen auch teils für die Kosten der Notschlafstelle auf oder Personen können sich mit der Adresse von B37 bei Behörden melden. So können sie dort ihre Post empfangen.
Das Kältetelefon von B37 ist von November bis Ende März jeweils Dienstag und Donnerstag von 10-12 Uhr unter 0732 77 67 67 – 560 oder
linzer-kaeltetelefon@b37.at erreichbar. Falls eine Person akut Hilfe benötigen sollte, rufen Sie bitte die Rettung unter 144.






