Messenger Signal hat Sicherheitslücken aber nur auf einem Iphone
Neue Zweifel an der Sicherheit verschlüsselter Messenger: Laut einem Bericht von Der Standard konnten US-Ermittler gelöschte Nachrichten des Dienstes Signal von einem iPhone auslesen. Der Zugriff erfolgte dabei nicht durch das Knacken der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, sondern über eine Schwachstelle im iOS-Benachrichtigungssystem, das Inhalte von eingehenden Nachrichten zwischenspeichert, so berichtete der Standard.
Auch andere Medien berichten, dass diese Daten selbst nach dem Löschen der App erhalten bleiben können und forensisch ausgelesen wurden.
USA-Iran Krieg
Die Lage im Nahen Osten bleibt trotz jüngster Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran angespannt: Nachdem Israel erneut zivile Ziele im Libanon angegriffen hat, reagierte Teheran mit einer erneuten Sperre der Straße von Hormus – einer der wichtigsten Routen für den globalen Ölhandel, über die rund 20 Prozent der weltweiten Lieferungen laufen. Bei den Angriffen im Libanon wurden laut unterschiedlichen Angaben 250 bis 350 Menschen getötet und rund Tausend Menschen verletzt.
Die USA verschärfen nun ihrerseits den Druck und haben selbst eine Blockade gegen iranische Häfen eingeleitet, was ihrer eigenen und der weltweiten Wirtschaft mehr schadet als dem bereits abgeschotteten Iran. Das wird die Energiepreise weiter in die Höhe treiben und internationale Handelsketten unterbrechen bzw. verlangsamen, was in vielen Teilen der Welt den Zugang zu Nahrungsmittlen erschwert, so der Guardian.
Die jüngsten Gespräche zwischen den USA und Iran wurden im pakistanischen Islamabad von der Regierung in Islamabad moderiert und sollten nach dem Scheitern der vorherigen Verhandlungen eine neue Waffenruhe absichern und zentrale Streitfragen wie das iranische Atomprogramm und die Lage im Persischen Golf klären. US-Vizepräsident JD Vance reiste nach nur 21 Stunden wieder ab und beendete damit die Verhandlungen.
Victor Orban wurde abgewählt
Politischer Umbruch in Ungarn: Nach der Parlamentswahl hat die Oppositionspartei Tisza unter Péter Magyar überraschend deutlich gewonnen und die jahrzehntelange Dominanz von Viktor Orbán beendet, berichtet Reuters.
Die Wahl gilt als historisch – erstmals seit 16 Jahren verliert Orbáns Partei Fidesz die Macht, nachdem sie bereits in Umfragen deutlich zurückgelegen hatte.
Magyar kündigt nun umfassende Reformen an, etwa zur Stärkung von Rechtsstaatlichkeit und Medienfreiheit sowie eine engere Anbindung an die EU. Außerdem gilt er als Antikorruptions-Kanditat. Trotzdem ist er ein Rechtskonservativer und will seine Haltung bezüglich der brutalen und mörderischen Abschottung der EU und Ungarns nicht ändern.
Polizeieinsatz gegen jüdische Studierende rechtswidrig
Das Verwaltungsgericht Wien hat einen Polizeieinsatz gegen eine Protestkundgebung der Jüdischen österreichischen Hochschüler:innen (JöH) am Wiener Burgtor im März 2025 als rechtswidrig beurteilt. Die Polizei habe dabei „auf bloßen Zuruf eines politischen Akteurs“ gehandelt, heißt es in der Bergündung, so der Standard.
Konkret ging es um die Auflösung einer angemeldeten Kundgebung, Identitätsfeststellungen und das Einziehen von Plakaten – Maßnahmen, die laut Gericht ohne rechtliche Grundlage erfolgt seien. Auch der erhobene Verhetzungsvorwurf wurde als „unvertretbar“ bewertet.






