In dieser Ausgabe VON UNTEN im Gespräch berichten wir über die Solidaritätswanderung vom 13. Juni, die zu zwei besonders abgelegenen Asylunterkünften führte: dem Lager Bürglkopf in Tirol und Lamm 8 in Kärnten. Unser Beitrag widmet sich Lamm 8.
Lamm 8 ist weitgehend abgeschnitten vom öffentlichen Leben; die Menschen dort warten auf ihren Asylbescheid. Die Veranstalter:innen der Wanderung sehen diese Isolation als politisch gewollt und fordern die Schließung solcher Lager sowie menschenwürdige Alternativen.
Enric von der VON UNTEN Redaktion war bei der Wanderung zu Lamm 8 dabei. Ihr hört zunächst ein Interview mit einer Teilnehmerin der Wanderung. Danach sprechen ein:e Mitorganisator:in und eine solidarische Person, die sich für die Schließung von Lamm 8 einsetzen, darüber, wie sie davon erfahren haben, dass das Heim lange Zeit kaum Aufmerksamkeit bekommen hat – und auf welchen Wegen man die Bewohner:innen unterstützen kann. Außerdem hat Enric mit einem ehemaligen Bewohner von Lamm 8 über die menschenunwürdigen Bedingungen gesprochen – abgesehen von zu wenig Wasser und der Isolation, erzählt er auch von keinem Zugang zu warmem Wasser im Winter und eine Heizung die auf Minimalbetrieb lief.
Sie berichten außerdem von Gesprächen mit der umliegenden Bevölkerung, geprägt von viel Skepsis und auch Angst. Rund um das Camp stehen Schilder mit gelben Pfeilen, die die Bewohner:innen auffordern, nicht weiterzugehen – viele halten das für Vorschrift und folgen dem. Aus Sicht der Initiative ist das Problem damit für die Bürgermeisterin gelöst, weil die österreichische Bevölkerung die Geflüchteten dadurch seltener zu Gesicht bekommt. Für die Bewohner:innen selbst bedeutet das jedoch eine weitere Verschärfung ihrer Isolation.
Der Beitrag ist auf Englisch und Deutsch.
Fotocredits: Initiative Lamm 8 schließen
Shownotes:
Mehr Informationen zu den Initiativen findet ihr hier: Bürglkopf schließen (Instagram) und Lamm 8 schließen.








