Im heutigen FROzine hören Sie die Ergebnisse der bundesweiten Erhebung zum Zustand der Sozialhilfe in Österreich. Durchgeführt wurde diese von der Armutskonferenz, sie befragte 700 Expert*innen der sozialen Praxis vor Ort.
Schatten und Wahrnehmungsbericht der Armutskonferenz
Die Armutskonferenz, als Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, über Armut in Österreich zu informieren und diese auch aktiv zu bekämpfen, führte zum Jahreswechsel 2025 auf 2026 eine bundesweite Erhebung zum Zustand der Sozialhilfe in Österreich durch. Ziel dieser Erhebung war die umfassende Bestandsaufnahme der Sozialhilfe, es wurden sowohl positive als auch negative Entwicklungen abgefragt. Insgesamt nahmen 700 Expert*innen aus der Praxis an der Studie teil. Die zentralen Ergebnisse: Die Sozialhilfe wird als letztes soziales Netz, sowie als wichtiges Mittel zur Armutsbekämpfung angesehen, dennoch äußert sich ein großer Teil der Expert*innen kritisch, da sie bei vielen Aspekten deutliches Verbesserungspotential sehen.
Die Punkte, die am häufigsten kritisiert werden:
- die Soforthilfe funktioniert nicht
- die Wohnkosten sind zu gering,
- Härtefallregeln fehlen,
- Menschen mit Behinderungen wird ein selbstbestimmtes Leben verweigert,
- Hilfestellung und Angebote fehlen,
- Entscheidungsfristen am Amt sind zu lang,
- große Mängel im behördlichen Vollzug.
Zur geplanten Reform der Sozialhilfe
Durch die geplante Reform der Sozialhilfe und der Gesetzesverschärfungen in mehreren Bundesländern befürchten viele Expert*innenweitere Verschlechterungen.
Die größten Sorgen sind hierbei:
- die Anrechnung der Familienbeihilfe auf die Sozialhilfe gefährdet eine Kindergrundsicherung,
- die geplante Integrationsphase mit gekürzten Leistungen,
- weitere Absenkungen der Höchstsätze.
Der ganze Bericht “Vom Zustand der Sozialhilfe in Österreich. Schatten und Wahrnehmungsbericht”, welcher die Studie, die Grafiken und Auswertungen der Befragung, sowie Zitate der Exper*innen beinhaltet finden Sie hier.
– Bild: ©Amutskonferenz








