Eine Eisenkette quer über die Donau – vor 400 Jahren war sie Ausdruck von Macht und Herrschaft. Schloss Neuhaus war einer der strategischen Schauplätze des Oberösterreichischen Bauernkriegs von 1626 und war am 20. Juni 2026 Ort des Gesprächsformats „Die (K)Gunst der Heimatforschung – was wahr oder war ist“.
Zu Gast war Dr. Herbert Wurster, Historiker und langjähriger Diözesanarchivar des Bistums Passau. Im Gespräch mit Siegfried Kristöfl eröffnete er die bayerische Perspektive auf den Bauernkrieg und spannt den Bogen vom politischen Gefüge des Heiligen Römischen Reiches über die konfessionellen Spannungen und den Beginn des Dreißigjährigen Krieges bis zu den Ereignissen des Jahres 1626.
Im Mittelpunkt stehen die Donausperre bei Schloss Neuhaus, die Legenden rund um die Kette über die Donau, der Vormarsch der aufständischen Bauern und die Rolle des bayerischen Statthalters Graf Adam von Herberstorff. Ein Gespräch über historische Zusammenhänge, regionale Erinnerungskultur und die Frage, wie sich überlieferte Erzählungen von historisch belegbaren Fakten unterscheiden lassen.
Gesprächspartner:
- Dr. Herbert W. Wurster, Historiker und langjähriger Diözesanarchivar des Bistums Passau. Fast vier Jahrzehnte prägte er das Archivwesen der Diözese und gilt als einer der profiliertesten Kenner der Geschichte des alten Hochstifts Passau und des bayerisch-österreichischen Grenzraums.
- Otto Plappert, Schlossherr von Schoss Neuhaus
Gesprächsführung und Konzept: Siegfried Kristöfl – Historiker und Heimatforscher
Aufnahme und Schnitt: Sabine Traxler.









