400 Jahre Oberösterreichischer Bauernkrieg – ein historisches Ereignis, das sich tief in die Geschichte des Landes eingeschrieben hat. Doch welche Spuren hat dieser Aufstand in der Literatur hinterlassen? Wie wurde er in den vergangenen vier Jahrhunderten erzählt, gedeutet – und bisweilen auch politisch vereinnahmt? Diesen Fragen widmete sich am 21. Mai 2026 ein „literarischer Streifzug“ im StifterHaus in Linz, im Rahmen der „communale oö 2026“.
Der Literatur- und Kulturwissenschaftler Arnold Klaffenböck zeichnete zu Beginn die Geschichte der literarischen Auseinandersetzung mit dem Bauernkrieg nach und zeigte, wie sich der Blick auf die historischen Ereignisse im Laufe der Zeit verändert hat. Anschließend wurde es ganz konkret literarisch: Karin Peschka und Thomas Arzt gaben Einblicke in ihre eigenen Arbeiten.
Karin Peschka las aus ihrem Werk „Casparus oder fünf Knöpfe aus Bein“. Das Stück, eine theatralische Spurensuche mit Musik, wird im September in Wilhering und Eferding aufgeführt.
Thomas Arzt brachte Auszüge aus einem Text zu Gehör, den er vor vier Jahren verfasst hat. Darin führt er zurück ins Jahr 1627 und rückt die Figur des Scharfrichters ins Zentrum.
Den Abschluss bildete eine von Georg Hofer (Stv. Direktor Adalbert-Stifter-Institut des Landes Oberösterreich) moderierte Podiumsdiskussion. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie wir heute auf die Ereignisse von vor 400 Jahren blicken – und welchen Beitrag Literatur dazu leisten kann.
Links:
- Arnold Klaffenböck – https://arnold-klaffenboeck.at/
- Thomas Arzt – https://www.thomasarzt.at/
- Karin Peschka – https://peschka.at/
“Casparus oder fünf Knöpfe aus Bein“ ist am 17. September 2026 in Wilhering und am 18. September 2026 in der Evangelischen Kirche in Eferding zu sehen.









