Wie wir über Kultur reden – über den Begriff „Kulturschaffende“

Podcast
KULTURkalender
  • KULTURkalender Kulturschaffende
    05:04
audio
07:23 Min.
117 WÆNDE: Graz wird zur Open-Air-Galerie
audio
04:53 Min.
Postkartenaktion für ein faires Verfahren für Daniel Kollnig
audio
05:14 Min.
Sommerabende mit Haltung
audio
05:40 Min.
Aktivismus, Solidarität und queeres Kino
audio
03:30 Min.
Bored Teenagers: 50 Jahre Punk im Bücherregal
audio
07:32 Min.
CSD Graz 2026: Sichtbar, laut und solidarisch
audio
06:23 Min.
We go Yugo: Die Yugo Fešta 2026 live auf Radio Helsinki
audio
06:37 Min.
Freitagabend zwischen Bass und feministischer Kunst
audio
06:53 Min.
Kurdisches Kulturfest und Filmpremiere „The Eternal Song - Earth“

Der Begriff „Kulturschaffende“ begegnet uns ständig – auch bei Radio Helsinki.
Er ist praktisch, genderneutral und umfasst Künstler:innen, Veranstalter:innen, Kulturarbeiter:innen, Vermittler:innen und viele weitere Menschen. Gleichzeitig hat das Wort eine problematische Geschichte.

Ausgangspunkt für diesen Beitrag ist der Artikel „Ideologie des Schaffens“ der Historikerin Isolde Vogel. Darin zeichnet sie nach, wie der Begriff im Nationalsozialismus geprägt wurde und welche Rolle die Reichskulturkammer bei der Kontrolle und Gleichschaltung des kulturellen Lebens spielte.

Aber bedeutet diese Geschichte, dass wir das Wort heute nicht mehr verwenden sollten? Oder können Begriffe im Laufe der Zeit neue Bedeutungen annehmen und bewusst neu besetzt werden? Eine eindeutige Antwort gibt es darauf nicht. Wichtig ist, die Geschichte unserer Sprache zu kennen und sich mit Wörtern auseinanderzusetzen, die wir oft ganz selbstverständlich verwenden.

Musik im Beitrag:
Lukas Lauermann – Kein schöner Land (Rote Sterne überm Feld, 2025)

Schreibe einen Kommentar