Landesweite Razzien gegen queere Community in der Türkei

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Landesweite Razzien gegen queere Community in der Türkei
Queere Menschen in der Türkei stehen aktuell unter massivem Druck: Bei einer Razzia in 15 Provinzen wurden bislang fast 50 Menschen festgenommen – gesucht wird aber nach rund 160 Personen. Die Vorwürfe lauten mutmaßlich auf „Obszönität » und „Prostitution ». Gleichzeitig werden Webseiten und Social-Media-Accounts von LGBTIQ+ Organisationen gesperrt.
Wir haben mit Ipek Yüksek gesprochen. Sie ist bei Lila Solidarität – auf Türkisch Mor Dayanışma – organisiert und war selbst Teil der queer-feministischen Community in der Türkei, bevor sie nach Graz kam. Im Gespräch erzählt sie uns, wie sie Repression, Überwachung und Kriminalisierung gegen LGBTIQ+ Personen in der Türkei erfahren hat, bevor sie das Land verlassen hat, und was sich in den letzten Jahren konkret verändert hat – von Pride-Verboten bis zu wachsender Überwachung und Kriminalisierung. Sie erzählt uns außerdem, was sie über die aktuelle Repressionswelle weiß und wie sie davon erfahren hat, wie die juristische Konstruktion hinter den Vorwürfen einzuordnen ist und was die Sperrung von Webseiten und Accounts für die betroffenen Organisationen und Aktivist:innen vor Ort bedeutet. Sie hat noch direkten Kontakt zu Menschen, die von den Razzien betroffen sind, und berichtet uns, wie es ihnen geht.

Zum Schluss sprechen wir darüber, was es jetzt an internationaler Solidarität braucht, was die queere Community hier in Österreich konkret tun kann – und was sich Ipek Yüksek von Politik und Öffentlichkeit in Österreich wünscht, wenn es um die Situation in der Türkei geht.

Veranstaltungshinweise:
Solidaritätsdemo für LGBTQIA+ Aktivist:innen in der Türkei

Samstag, 19. September, 14 Uhr
Stephansplatz Wien (nahe AIDA)
Anlass ist eine großangelegte Operation der türkischen Regierung gegen LGBTQIA+ Organisationen und Menschenrechtsaktivist:innen, bei der über 50 Personen festgenommen wurden; 21 Aktivist:innen befinden sich derzeit in Haft, gegen über 150 Personen laufen Verfahren.
Hinweis der Veranstalter:innen: Keine Fotos mit erkennbaren Gesichtern teilen

Buchvorstellung „Vom Antisemitismus, der keiner sein will »
Dienstag, 22. September 2026, 19:00 Uhr
KULTUM (Cubus), Mariahilferplatz 3/I, 8020 Graz
Richard Schuberth liest in Graz: „Vom Antisemitismus, der keiner sein will »
Der Wiener Schriftsteller, Essayist und Kulturkritiker Richard Schuberth liest aus seinem Buch, das sich mit gegenwärtigen Erscheinungsformen des Antisemitismus beschäftigt – und mit der Frage, wie antisemitische Denkmuster auftreten können, ohne sich selbst als solche zu erkennen oder zu benennen. Dabei verbindet er historische, politische und gesellschaftskritische Perspektiven.

Infotreffen Pro Choice Graz
Samstag, 19. September, 17 Uhr
Ort wird nach Anmeldung bekanntgegeben
Zweites großes Infotreffen mit aktuellen Entwicklungen, Vorstellung des Vereinsvorstands sowie Austausch und Vernetzung.
Anmeldung: prochoicegraz@gmail.com
Spenden für Vereinsgründung, Flyerdruck und Snacks: gofund.me/4cc5838f2

Vortrag: „Wenn Worte zu Waffen werden »
Montag, 12. Oktober, 18 Uhr
Literaturhaus Graz, Elisabethstraße 30
Vortrag und Diskussion mit em. Univ.-Prof.in Dr.in Ruth Wodak zu Sprache als politischem Instrument für Aufrüstung und Militarisierung.
Formlose Anmeldung: info@giffun.at
Eine Veranstaltung der Grazer Initiative für Frieden und Neutralität, u. a. mit Unterstützung von Radio Helsinki. Mehr Infos: giffun.at

Antifa-Konferenz Graz
Freitag, 16. bis Sonntag, 18. Oktober
Forum Stadtpark, Graz
Workshops, Podiumsdiskussionen und Vorträge zu Aktivismus und Strategien des Widerstands; an allen drei Abenden Küfa mit Vernetzungsmöglichkeit für Grazer Initiativen. Am 17 Oktober gibt es in der Wagner-Biro Straße 117 eine Soli-Party für die repressionsbetroffenen Antifaschist:innen in Graz (vereinsinterne Veranstaltung).

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