Meldungen 16.09.26

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Rechtsextreme Aktion vor Wiener SPÖ-Zentrale

Vor der SPÖ-Zentrale in Wien haben am Sonntag dem 20. September mehrere Aktivisten mit roten Bengalos und einem Banner zum polnischen König Jan III. Sobieski für Aufsehen gesorgt, wie Heute berichtete. Auf dem Transparent stand ein Verweis auf ein bislang verhindertes Sobieski-Denkmal, dazu skandierten die Männer die polnische Losung „Gott, Ehre, Vaterland!». Laut Polizei handelte es sich um eine sehr kurze Aktion, die Beteiligten waren bei Eintreffen der Funkstreife bereits verschwunden; das Landesamt Staatsschutz und Extremismusbekämpfung wurde informiert. Die Aktion knüpft an einen Aufmarsch der rechtsextremen Identitären tags zuvor am Kahlenberg an, bei dem eine Sobieski-Skulptur aufgestellt worden war. Sobieski war ein polnischer König, der 1683 als Anführer der christlichen Streitmacht die Zweite Wiener Türkenbelagerung durch das Osmanische Reich beendete. Problematisch ist seine Vereinnahmung durch die extreme Rechte, die ihn als „Befreier Wiens» in einer islamfeindlichen, antimuslimischen Erzählung von einem „christlichen Abendland» gegen eine vermeintliche muslimische Bedrohung instrumentalisiert – weshalb ein offizielles Denkmal für ihn in Wien nach Kontroversen verhindert wurde.

Bibliothek in Melk nimmt Buch von Gerald Grosz aus dem Programm

Die öffentliche Bibliothek in Melk (NÖ) hat das neue Buch des rechtspopulistischen Polit-Bloggers Gerald Grosz, „Ab nach Hause», wieder aus ihrem Bestand genommen, wie die Kronen Zeitung berichtete. ÖVP-Stadtchef Patrick Strobl begründet die Entscheidung mit mehreren Beschwerden von Bibliotheksbesucher:innen. Das Buch, in dem es um rechte Asylpolitik geht und in dem auch FPÖ-Chef Herbert Kickl zu Wort kommt, könne aber weiterhin im örtlichen Buchhandel bestellt werden. Bewohner:innen hätten laut ÖVP auch auf die Geschichte der Stadt als Standort eines Arbeitslagers verwiesen – ein rechtspopulistisches Werk in der Bibliothek auszustellen, sei in diesem Kontext unpassend gewesen. Grosz selbst spricht von einem „Eigentor der ÖVP». Die Melker FPÖ kündigte als Reaktion eine Lesung mit dem Autor an.

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