Was passiert, wenn das Leben ruft? Bleiben wir lieber noch ein bisschen auf der Couch – oder stehen wir auf und machen uns auf den Weg?
In dieser Ausgabe von „Lebensfragen mit System“ war Elisabeth Adleff zu Gast. Sie ist Psychologin, Psychotherapeutin und medizinische Wissenschaftlerin und hat ihr erstes Buch veröffentlicht: „No Risk, No Revolution“.
Im Mittelpunkt unseres Gesprächs steht die Heldenreise. Elisabeth erzählt, warum wir den Ruf nach Veränderung zwar hören können und uns trotzdem manchmal weigern, ihm zu folgen. Weil das Gewohnte bequem ist. Weil wir hoffen, dass sich zuerst die anderen oder die Umstände verändern. Und weil wir die Lösung gerne im Außen suchen.
Dabei geht es auch um die weniger glänzenden Seiten einer Heldenreise. Um die „tiefste Höhle“, um Schattenarbeit und um innere Landschaften, die wir bisher vielleicht lieber ausgespart haben. Gerade dort, sagt Elisabeth, kann etwas Heilsames passieren: Wir beginnen, bisher wenig beachtete Anteile von uns zu integrieren.
Wir sprechen über diese Zwischenphase, in der wir merken: Ich bin nicht mehr der Alte, aber das Neue fühlt sich auch noch nicht ganz vertraut an. Elisabeth nennt das augenzwinkernd den „Schleudergang in der Waschmaschine“.
Und natürlich geht es auch um die Frage, was wir von einer persönlichen Heldenreise für unser gesellschaftliches Zusammenleben lernen können.
Zum Abschluss gibt Elisabeth den Hörerinnen und Hörern einen erstaunlich einfachen Tipp mit auf den Weg:
„Hört auf zu bewerten.“
Was zunächst fast banal klingt, bekommt im Gespräch eine ganz andere Tiefe. Denn wenn wir wahrnehmen, wie schnell und wie selbstverständlich wir bewerten, entsteht die Möglichkeit, Abstand zu gewinnen – und damit auch eine andere Form von Anwesenheit.
Eine Stunde über Mut, Veränderung, Schattenseiten und die Frage, ob wir bereit sind, dem eigenen Ruf zu folgen.
Und natürlich mit Musik, die Elisabeth für diese Reise mitgebracht hat.
Hier gibts den Prolog zum Buch von Elisabeth:









