Diskurs. Das Wissenschaftsnetz
In diesem Beitrag vom FROzine erfahren Sie mehr über Diskurs. Das Wissenschaftsnetz. Welche Bedeutung die Wissenschaftsvermittlung heute in einer Zeit von fake news und Co haben, wie es von der Idee zur neuen Ausgabe kommt, und welche Ziele Diskurs. Das Wissenschaftsnetz verfolgt, erfahren Sie in dieser Folge.
Science not silence‘ gab die Bewegung March for Science im Jahr 2017 als Motto gegen das Abwerten wissenschaftlicher Erkenntnisse und gegen die Verbreitung „alternativer Fakten“ aus. Das Ziel einer evidenzbasierten Politik droht verloren zu gehen. Immer häufiger bauen politische Argumente auf beliebigen Behauptungen auf, die sich nicht selten als falsch herausstellen. Mehr noch: Wissenschaftlich vielfach bestätigte Erkenntnisse über den Klimawandel, das Bildungssystem, die soziale Ungleichheit u.v.m. werden von einigen gesellschaftspolitischen AkteurInnen geleugnet.
In dieser Situation tritt Diskurs. Das Wissenschaftsnetz dafür ein, dass wissenschaftliche Erkenntnisse ihre Bedeutung für den öffentlichen Diskurs und für politische Entscheidungen (wieder)erlangen. WissenschafterInnen sind heute verstärkt aufgerufen, sich mit ihrem Wissen aktiv einzubringen. Eine zivilgesellschaftliche Initiative zur Unterstützung engagierter WissenschafterInnen und zum Transfer kritischen Wissens wird daher dringend benötigt.
Sie soll als neue Schnittstelle zwischen Wissenschaft und öffentlicher Debatte zur Erreichung folgender gesellschaftspolitischer Zielsetzungen beitragen:
- Erhalt und Erweiterung der Demokratie
- Sicherung und Stärkung der Rechtsstaatlichkeit
- Sozial-ökologischer Umbau
- Geschlechtergerechtigkeit und Anti-Diskriminierung
- Verringerung sozialer und politischer Ungleichheit
Kriegsverbrecher werden Nationalhelden
Vor dem Hintergrund eines Geschichtsstreits mit Polen hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj das Gesetz zur Einrichtung einer nationalen Heldengedenkstätte unterschrieben. Das geht aus einer Bekanntmachung des ukrainischen Parlaments hervor, wie die Agentur Ukrinform gestern berichtete. Polen hatte das Vorhaben heftig kritisiert. Denn in dem Pantheon sollen künftig auch Angehörige der Ukrainischen Aufstandsarmee (UPA) geehrt werden. Die nationalistischen Untergrundkämpfer waren für Massenmorde an Polen und Juden vor allem in Wolhynien in der heutigen Westukraine während der deutschen Besetzung im Zweiten Weltkrieg mit Zehntausenden Opfern verantwortlich. Dieser Beitrag ist vom 15.10.2026, von Radio Orange.
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