Open Commons Kongress: Soziale Sicherheit in Zeiten der Rationalisierung

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Vom Wert der Arbeit: Welche Antworten gibt es aus der Politikwissenschaft auf die Ungleichheit in der Gesellschaft und wie ist es um den politischen Willen in Sachen gerechte Umverteilung bestellt. Ingrid Mairhuber vom Institut FORBA hat das beim Open Commons Kongress diskutiert.

Wie ist es um die Grundstrukturen der Sozialen Sicherheit in Österreich bestellt und welche – vor allem auch geschlechtsspezifischen – Ungleichheiten bestehen heute? Vor dem Hintergrund der Digitalisierung ist noch lange nicht von den vielzitierten Pflege-Robotern die Rede, sondern wir stecken noch ganz Allgemein in politischen Verteilungsfragen. Wo aber zeigen sich aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Gesellschaft und am Arbeitsmarkt besondere Handlungsbedarfe? Beim Open Commons Kongress vom 14. Juni im Wissensturm stellte die Politikwissenschaftlerin Ingrid Mairhuber auch die so genannte Care-Krise zur Disposition. Rationalisierung, Digitalisierung und neue Besteuerungssysteme – auf Vieles gibt es schon Antworten, aber gibt es auch den politischen Willen, um soziale Sicherheit für möglichst Alle zu gewährleisten?

Aktuelle Publikationen von Ingrid Mairhuber

Mairhuber, Ingrid (2018): Geschlechtergerechte Arbeitszeiten für Menschen mit Betreuungspflichten; ksoeblog, 8.2.2018

Mairhuber, Ingrid/Sardadvar, Karin (2017): Pflegekarenz und Pflegeteilzeit in Österreich: Eine Neuausrichtung im Langzeitpflegeregime? Folgen, Potenziale und Grenzen einer Maßnahme zur ‚Vereinbarkeit‘ von Erwerbsarbeit und Care. In: Femina Politica 2/2017, 47-61

Sardadvar, Karin/Mairhuber, Ingrid/Neuwirth, Karin (2017): Zwischen Absicherung, Abhängigkeit und Autonomie. Das Unterhaltsrecht in Österreich, Schweden und Dänemark und seine gesellschaftlichen Implikationen. In: ÖZS 3/2017, 301–319

Lohn.Zeit.Respekt.

Unter dem Motto Lohn – Zeit – Respekt fanden am 14. Juni landesweite Demonstrationen in der Schweiz statt. Es sollte mit dem Protest gezeigt werden, dass ohne die sichtbare und unsichtbare Arbeit von Frauen* nichts mehr läuft. Bereits am 14. Juni 1991 gab es in der Schweiz einen „nationalen Frauenstreik“. Der Fokus lag darauf, die in der Verfassung festgeschriebene Gleichstellung von Frauen rechtlich umzusetzen. 1991 waren eine halbe Million Frauen auf der Straße und waren mit ihren Forderungen erfolgreich. Damit wurde der damalige Streik eine der größten Protestbewegungen überhaupt in der Schweiz. An dieses historische Datum wurde jetzt mit dem Streik vom 14. Juni 2019 angeknüpft. Radio Helsinki sprach mit einer Aktivistin vom feministischen Streikkollektiv Zürich über die Aktionen und die Akteur*innen. Im CBA gibt es auch die Langversion des Interviews zum Nachhören.

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