Die Tücken der Integration

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Wie Menschen afghanischer, afrikanischer und russischer Herkunft in Österreich leben. Ein Lokalaugenschein

Integrationspolitik in Österreich wird immer wieder kontrovers diskutiert. Auf der einen Seite wünschen wir uns den vollständig angepassten, integrierten Einzelnen, auf der anderen Seite problematisieren wir die Herausbildung von Parallelgesellschaften. Was aber bedeutet eigentlich Integration? Wo wird die Integrationspolitik des Landes sichtbar?

Mark Terkessidis, Autor des Buches Interkultur, sieht in dem Begriff Integration, der das Erbe eines Provisoriums in sich trägt, dass Personen mit Migrationshintergrund als eine Sondergruppe in der Gesellschaft betrachtet werden, die an die herrschenden Standards herangeführt werden müssen. Die Eingliederung in das Bestehende gilt als eine zusätzliche kompensatorische Leistung, die nicht im Normalbetrieb geleistet wird, sondern nebenher im Rahmen von allerlei Maßnahmen. Dies hat zur Entwicklung einer regelrechten Integrationsindustrie geführt — ein Heer von SozialarbeiterInnen steht bereit, um den defizitären EinwanderInnen zu helfen, die dadurch wiederum entmündigt werden.Integration bedeutet demnach Assimilation. Der Begriff bzw. der Diskurs darüber wird selten mit sozialer Ungleichheit asoziiert.

Zur Integrationspolitik in Ö und zur aktuellen Situation: Thomas Hellmuth, Historiker und Assistenzprofessor für Geschichte an der Universität Salzburg

Wie geht es den Menschen, die aus unterschiedlichsten Gründen — mit und ohne Familie — nach Österreich gekommen sind, um hier zu leben und hier zu bleiben. Wir haben uns in einem sogenannten Integrationsdeutschkurs umgehört, wo Menschen vorwiegend aus Afrika, Afghanistan, dem Iran, dem Irak und Tschetschenien teilnehmen, wie es ihnen in Österreich geht und was aus ihren Träumen geworden ist.

Susanne Baumann und Erol Yildiz hinterfragen die Einführung von verpflichtenden Deutschkursen und schlagen deshalb Pisatests für Erwachsene vor, wobei sich vielleicht herausstellen würde, dass auch ÖsterreicherInnen gar nicht so sattelfest in Deutsch sind wie gerne vorgegeben wird.

Gestaltung und Moderation: Daniela Schopf

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