Syrien: Angriffe auf Aleppo dauern an
Wie ANF News meldete, halten die schweren Angriffe auf mehrere Stadtteile von Aleppo trotz Waffenstillstandsabkommen weiter an. Nach Angaben der selbstverwalteten Gebiete wurden in mehreren Gebieten mindestens acht Menschen getötet, darunter Kinder, und mehr als 50 verletzt. Besonders dramatisch wirkt sich die Zerstörung ziviler Infrastruktur aus: Krankenhäuser, Wasser- und Elektrizitätsversorgung wurden erheblich beschädigt, was die humanitäre Lage weiter verschärft. Verantwortlich gemacht werden türkisch unterstützte Milizen und Kräfte der syrischen Übergangsregierung, die die Präsenz kurdischer Selbstverwaltungsstrukturen angreifen.
Iran: Zahl der Todesopfer im Crackdown steigt weiter
Laut Iran International hält der brutale staatliche Crackdown in Iran an, bei dem inzwischen mehr als 12.000 Menschen getötet wurden. Der Bericht schildert, dass trotz weitreichender Internet-Blackouts Sicherheitskräfte weiterhin gewaltsam gegen Demonstrierende vorgehen, die Reformen und demokratische Freiheiten fordern. Viele Opfer sind Zivilist:innen; es gibt Berichte über exzessive Gewaltanwendung, Folter und willkürliche Festnahmen. Internationale Menschenrechtsorganisationen verurteilen das Vorgehen scharf und sehen darin einen eklatanten Verstoß gegen grundlegende Rechte. Die Lage im Land bleibt angespannt, während die Regierung Repressionen verschärft.
Österreich: Radikalisierung und Missbrauch junger Frauen
Wie derStandard berichtete, warnt der Islamismusforscher Moussa Al-Hassan Diaw vor einer zunehmenden Radikalisierung junger Frauen in islamistischen Netzwerken. In einem Interview erklärt Diaw, dass junge Mädchen oft nicht nur ideologisch angesprochen, sondern durch sogenannte „Grooming“-Mechanismen in patriarchal geprägten Gruppen gehalten und in Wirklichkeit missbraucht werden. Diaw kritisiert zudem, dass antisemitische Narrative in Folge globaler Konflikte zugenommen haben und die Sensibilität für Antisemitismus gesunken sei. Für ihn gehöre Antisemitismus als zentrales Element zur islamistischen Ideologie. Er fordert mehr Prävention und Deradikalisierung statt bloßer Verharmlosung solcher Strukturen, die gesellschaftliche Spaltung und Gewaltbereitschaft begünstigen.
FPÖ-Sicherheitssprecher Darmann muss Hasskommentare löschen
Wie Mein Klagenfurt berichtete, hat das Landesgericht Klagenfurt am 8. Jänner 2026 FPÖ-Sicherheitssprecher und Nationalratsabgeordneten Gernot Darmann dazu verurteilt, Hass- und Gewaltkommentare auf seinem Facebook-Profil zu löschen, das Urteil zu veröffentlichen und die Kosten zu übernehmen. Die Klage wurde von Veronika und Sebastian Bohrn Mena eingebracht, die seit 2025 gegen digitale Gewalt vorgehen. Laut Gericht enthielten Darmanns Posts über Jahre hinweg rassistische und entmenschlichende Kommentare, darunter Gewaltfantasien gegen die Kläger. Darmann hatte argumentiert, die Überwachung der Kommentare sei unzumutbar – das Gericht wies dies zurück. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig; eine Berufung ist möglich.
USA: Tödliche Schüsse eines ICE-Agenten in Minneapolis
Wie derStandard beschrieb, wurde die US-Bürgerin Renee Nicole Good am 7. Januar 2026 in Minneapolis von einem ICE-Beamten ermordet. Good, eine 37-jährige Mutter und Aktivistin, soll nach Behördenangaben versucht haben, einen ICE-Agenten mit ihrem Fahrzeug zu treffen – ein Vorwurf, der in der Öffentlichkeit und lokalen politischen Kreisen stark umstritten ist. Videoaufnahmen der Begegnung zeigen eine kurze Interaktion zwischen Good, ihrer Ehefrau und dem Agenten, bevor mehrmals geschossen wird. Dabei stand der ICE-Agent neben dem Auto und könnte garnicht überfahren werden. Derzeit führt ICE eine der größten Einsätze bisher in Minnesota durch, mehr als 2000 ICE-Agenden terrorisieren seit rund einem Monat die Bevölkerung.
Lehrer im Pinzgau vor Gericht wegen NS-Passwort
Wie ORF Salzburg berichtete, muss sich ein Lehrer aus dem Pinzgau am 23. Jänner 2026 vor dem Arbeits- und Sozialgericht Salzburg verantworten. Hintergrund ist, dass beim Hochfahren seines Klassencomputers das Passwort „Heil Hitler 88“ angezeigt wurde. Der Pädagoge war daraufhin vom Dienstgeber entlassen worden und bekämpft die Entscheidung nun juristisch. Die Bildungsdirektion Salzburg betont, dass in Österreich im Schuldienst Null-Toleranz gegenüber nationalsozialistischer Wiederbetätigung gilt. „88“ steht in diesem Fall für den Code „Heil Hitler“ und ist seit Jahren auch bei Autokennzeichen verboten.
Graz: Karl Lueger-Straße: FPÖ protestiert gegen Umbenennung
Wie Meinbezirk Graz berichtete, organisiert die FPÖ in Graz Am kommenden Sonntag um 10:00 einen Protest gegen die geplante Umbenennung der Dr.-Karl-Lueger-Straße in Gösting. Lueger war Ende des 19. Jahrhunderts Bürgermeister von Wien und ist historisch wegen seines ausgeprägten Antisemitismus umstritten. Seine Ehrung in Straßennamen ist problematisch, da sie an eine Geschichte der Ausgrenzung und Hetze erinnert. Die Stadt Graz hatte deswegen beschlossen, die Straße künftig nach Maria Matzner zu benennen, was eine Auseinandersetzung über Erinnerungskultur ausgelöst hat. Die Offensive Gegen Rechts wird am Sonntag ebenfalls vor Ort sein und Informationsflyer verteilen, wer Karl-Lueger war und wieso eine öffentliche Ehrung problematisch ist.





