Ihr hört ein Interview mit Jogi Hofmüller und Moritz Erkl von der Offensive gegen Rechts (OGR) Steiermark.
Ausgangspunkt ist ein Vorfall bei der Kulturlandretten-Demo am 20. März 2025. Die Versammlung fiel deutlich größer als erwartet aus und am Ende der Kundgebung wurde eine Person unter Anwendung von Gewalt von der Polizei festgenommen. In weiterer Folge geriet nicht die Polizei, sondern die Versammlungsleitung ins Visier der Behörden: Gegen Jogi Hofmüller (Versammlungsleiter) wurde Anzeige erstattet – mit dem Vorwurf, die Demo sei zu langsam gegangen und (vier Minuten) zu spät aufgelöst worden. Die OGR legte Einspruch ein.
Am 24. September kam es zur Verhandlung. Moritz Erkl, der die Kundgebung moderierte, war als Zeuge geladen, Behördenvertreter gab es nicht.
Am 12. Jänner 2026 kam dann die Nachricht: Das Landesverwaltungsgericht gab der Beschwerde der OGR in allen Punkten recht.
Was sagt dieses Urteil über den Umgang der Behörden mit politischem Protest? Für die OGR ist der Fall ein Beispiel für gezielte Einschüchterung von Aktivist:innen.
Im Gespräch geht es auch um größere Zusammenhänge: Am 22. Jänner mobilisiert die OGR um 17:30 zur Parteizentrale der steirischen FPÖ um den Einfluss von Burschenschaftern in der Politik und die gesellschaftlichen Folgen zu thematisieren. Wenn Ideologien wie Antifeminismus, Rassismus, Antisemitismus und Ableismus in politischen Positionen reale Politik werden, hat das Einfluss auf die gesamte Gesellschaft und das Zusammenleben.
Abschließend werfen wir einen Blick auf die neue OGR-Broschüre zu einem Jahr FPÖ in der Steiermark – und fragen, was diese Entwicklungen für Demokratie und Zivilgesellschaft bedeuten.
Am 24. Jänner findet wie jedes Jahr der Burschenschaftsball in Graz statt, die OGR mobilisiert gegen das Vernetzungstreffen der rechtsextremen Eliten Europas und ruft am selben Tag um 16:00 zum Protest auf. Treffpunkt: Mariahilferplatz.









