Repressionsprozess gegen Antifaschisti* Maja in Ungarn: 8 Jahre Haft

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VON UNTEN im Gespräch
  • 26_02_09_VUiG
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In der heutigen VON UNTEN im Gespräch Sendung hört ihr Beiträge aus deutschen freien Radios zum Prozess gegen die nonbinäre antifaschistische Aktivistin Maja in Ungarn. Im Mittelpunkt stehen Haftbedingungen, Solidarität und das Urteil von 8 Jahren Haft. Außerdem hört ihr die Rede während des Prozesses von Maja selbst, eingesprochen von Tamara.

Budapestsoligruppe Düsseldorf/NRW zum Prozessbeginn in Düsseldorf im Budapest-Ost-Komplex
Am 14.01. wurde in Ungarn der Prozess im sogenannten Budapest-Komplex um Maja T. fortgesetzt. Ein Urteil wird für den den 22. Januar erwartet, berichtete nd-aktuell. Im Zusammenhang mit dem Budapest-Komplex begann am 13.01. vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf auch der Prozess gegen sechs Angeklagte in Deutschland. Ihnen wird vorgeworfen, im Februar 2023 an koordinierten, teils bewaffneten Angriffen auf Neonazis in Ungarn beteiligt gewesen zu sein. Die Bundesanwaltschaft legt ihnen unter anderem gefährliche Körperverletzung sowie die Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung zur Last. Die sechs Angeklagten hatten sich im vergangenen Jahr freiwillig den Strafermittlungsbehörden in Deutschland gestellt.
Beim Beginn des ersten Prozesstages in Düsseldorf vor Ort waren auch Aktivist:innen der Budapest-Soligruppe Düsseldorf/NRW. Sie setzen sich seit über einem Jahr für die Angeklagten ein.

Darüber Sprach Radio Corax aus Halle mit Maarten von der Soligruppe.

Bannerdrop für Maja im Gericht 
Auch wenn viele Sachen ungeklärt scheinen, will der Richter das Urteil am vierten Februar verkünden. Am bisher vorletzten Prozesstag gab es eine Pressekonferenz von Wolfgang Jarosch, Maja’s Vater vor dem Gericht in Anwesenheit einiger pöbelnder Neonazis, aber auch Lichtblicke wie einen Bannerdrop im Gerichtssaal.

Wie der Prozesstag sonst ablief erfahrt Ihr von Carlo aus dem Solikomitee im Gespräch mit Radio Dreyeckland aus Freiburg.

Prozessrede von Maja
Die in Ungarn verurteilte deutsche Aktivisti* Maja hat in ihrem letzten Wort vor Gericht schwere Vorwürfe gegen den ungarischen Staat erhoben. Maja bezeichnet den Prozess als politisch motiviert und warnt vor einem autoritären Umgang mit Protest, Solidarität und antifaschistischem Engagement.
Maja berichtet von 25 Monaten Haft, darunter lange Isolationshaft, die international als weiße Folter anerkannt ist. Ihre Auslieferung aus Deutschland ist später vom Bundesverfassungsgericht als rechtswidrig bewertet worden. Zudem spricht sie von systematischer Diskriminierung queerer Menschen in Ungarn.
Ein Geständnis gegen Strafmilderung habe sie abgelehnt. Antifaschismus sei für sie keine Gewalt, sondern notwendige Verteidigung demokratischer Werte. Trotz Hungerstreik und schwerer Haftbedingungen betont Maja ihre Hoffnung auf Solidarität, Menschenwürde und Freiheit – und stellt die Frage, wie weit europäische Staaten im Umgang mit politischem Protest gehen dürfen.

Urteil gegen Antifaschist:in Maja gesprochen – 8 Jahre Haft 
Ein Gerichtsprozess, der europaweit für Aufsehen sorgte ging am 4. Februar in Budapest, Ungarns Hauptstadt, zu Ende. Nicht nur gegen Maja, auch gegen die Mitangeklagten Gabriel und Anna wurde ein hartes Urteil gesprochen und langjährige Haft-, bzw. Zuchthausstrafen verhängt.

In dem Interview von Radio Dreyeckland aus Freiburg mit Carlo erfahrt Ihr wie der Prozess ablief

Bild: Presseservice Wien

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