Jede Person, die in Österreich wählen darf, kann auch in ein Amt gewählt werden. Das ist ein unabdingbarer Grundpfeiler der Demokratie. Dass viele mit diesem Modus Operandi alles andere als zufrieden sind, konnte man jüngst bei der Bestellung von Maximilian Aigner als Landesrat für Landwirtschaft und Energie in Salzburg im vergangenen Dezember beobachten. Wenn ein 25-jähriger Lehrer, dessen — wenn man’s großzügig auslegt — bisher einschlägigste Tätigkeit der Vorsitz der Salzburger Landjugend war, eine solche zentrale Rolle in der Landesregierung einnimmt, ist Skepsis geboten. Das ist aber gar nicht der Knackpunkt.
Die Kritik am Alter und der vermeintlichen Unreife eines Kandidaten verfehlt dabei den Kern der Sache. Spätestens seit der Ära Kurz wurde klar, dass Politiker*innen medial tauglich performen müssen, wollen sie erfolgreich sein. Inhalte sind in Zeiten der Hyperpolitik sowieso zweitrangig. Wenn also Edtstadler nach dem Antritt im Sommer 2025 verlautbaren ließ, dass die Salzburger Volkspartei jünger und weiblicher werden müsse, ist die Bestellung eines 25-jährigen Landesrats nur der konsequente Schritt einer Politikerin, die den Imagekampf gegen die FPÖ zusehends verliert.
David Mehlhart spricht in dieser Episode mit Maximilian Aigner über seine politischen Ziele und seine Rolle als Landesrat.
Mehr dazu könnt ihr im Werkspost-Kommentar „Wer darf regieren?“ von David Mehlhart lesen.
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Redaktion: David Mehlhart
Produktion/Technik: Christian Veichtlbauer











