In diesem Vortrag wird Lucía Cavallero ihr jüngstes Buch vorstellen, in dem sie analysiert, wie im Namen der Freiheit die Finanzmärkte das Leben der Mehrheit regieren. Die Autorin zeigt, dass der Begriff der Freiheit im zeitgenössischen Finanzkapitalismus eine zentrale Rolle spielt – angetrieben von den neuen Rechten und gelenkt von Konzernen, die Reichtum in algorithmischen und extraktiven Formen konzentrieren.
Ausgehend von ihren jüngsten Forschungen im argentinischen und lateinamerikanischen Kontext untersucht Cavallero die Verflechtungen von Neoliberalismus, Autoritarismus und Antifeminismus, die in der sogenannten „finanziellen Freiheit“ ihr Fetischkonzept, ihre großspurige, aber zugleich perverse Hülle finden – angesichts der beschleunigten Verarmung und sozialen Grausamkeit. Abschließend wird sie die Kämpfe der argentinischen transfeministischen Bewegung gegen den Vormarsch der extremen Rechten beleuchten sowie deren Widerstand zur Verteidigung anderer Formen von Leben, Gemeinschaft und Freiheit.
Lucía Cavallero ist Soziolog*in und Forscher*in an der Universität Buenos Aires. Ihre Forschung konzentriert sich u.a. auf Schulden und Geschlecht. Sie ist Aktivistin bei Ni Una Menos, einer feministischen Bewegung, die sich gegen geschlechtsspezifische Gewalt einsetzt. Sie ist Mitautorin von „A Feminist Reading of Debt“ und „The Home as Laboratory: Finance, Housing, and Feminist Struggle“.
Der Vortrag wird auf Spanisch gehalten und vor Ort auf Deutsch übersetzt.
Übersetzung: Melinka Karrer und Muriel González Athenas
Moderation: Judith Goetz, Institut für Fachdidaktik, Universität Innsbruck











