Der steirische herbst hat eine Geschichte, die selten ruhig war. Das Festival für zeitgenössische Kunst gibt es seit 1968. Gegründet hat es ausgerechnet ein ÖVP-Politiker: Hanns Koren, damals Kulturlandesrat.
Schon im Gründungsjahr gab es den ersten Skandal, als eine Podiumsdiskussion über zeitgenössische Kunst gestört wurde. 1972 brachte dann ein Werbeplakat den Volkszorn zum Überkochen, und die steirische ÖVP geriet unter Druck. 1981 gingen sogar Mitglieder des Festivalpräsidiums öffentlich auf Distanz zu Hermann Nitsch. Produktive Störung und fruchtbarer Streit gehörten von Anfang an dazu, so sieht es das Festival selbst auch.
Genau in dieser Tradition wurde der steirische herbst am Donnerstag dem 24. September eröffnet.
Ekaterina Degot hat in ihrer Eröffnungsrede über Entwicklungen in der Gesellschaft gesprochen. Und darüber, wie sich diese in der Kultur spiegeln.
Eines tut sie dabei nicht: zum Widerstand aufrufen. Angesichts der aktuellen politischen Richtung setzt sie auf etwas anderes, nämlich auf Mut.
Warum, das hört ihr in der Eröffnungsrede von Ekaterina Degot, der Intendantin des Festivals.
Hier findet ihr alle weiteren Informationen zum steirischen herbst, der noch bis 18. Oktober spannende Veranstaltungen für euch bietet.
Bild: Johanna Lamprecht




