#31: Freistadt und Umgebung und der Oberösterreichische Bauernkrieg von 1626

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communale oö 2026
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Die Gesellschaft für Landeskunde und Denkmalpflege Oberösterreich hat sich am 11. September 2026 auf die Spuren des Oberösterreichischen Bauernkriegs begeben. Die Tagesexkursion führte zu historischen Schauplätzen in Freistadt und Umgebung: zum Miesenwald bei Schenkenfelden, zum Schloss Waldenfels in Reichenthal und schließlich zu den Kerschbaumer Schanzen.

Die Bauernkriegskapelle und das Denkmal beim Miesenwald

Im zweiten Teil unserer akustischen Begleitung zu den Schauplätzen des Bauernkriegs sprechen Josef Enzenhofer, Altbauer aus Schenkenfelden und Adalbert Stifter, Wortgottesdienstleiter. Sie berichten von der ökumenischen Feier welche am 30. August 2026 stattfand und der erstmaligen Errichtung eines Denkmals beim Miesenwald für die gefallenen Bauern. Beim Miesenwald kam es am 30. August 1626 zu einer blutigen Auseinandersetzung zwischen dem Bauernhaufen und den kaiserlichen Truppen unter dem Kommando von Obrist Preuner. Schätzungen zufolge kamen dabei zwischen 400 und 600 Bauern ums Leben.

Schloss Waldenfels in Reichenthal

Schlossbesitzer Dominik Grundemann-Falkenberg und Historiker Klaus Birngruber, Direktor des Diözesanarchivs Linz, erzählen von der Geschichte des Schlosses und seiner Rolle während des Bauernkriegs von 1626. Das befestigte Schloss lag im unmittelbaren Einzugsgebiet der heftigen Kämpfe rund um die strategisch wichtige Grenzstadt Freistadt. Seit 1626 befindet sich Schloss Waldenfels im Besitz der Familie Grundemann. Zuvor war es Sitz der protestantischen Familie Stangl, die Reichenthal im Zuge der Gegenreformation und der kriegerischen Auseinandersetzungen verlassen musste.

Die Bauernschanzen bei Freistadt

Über die Bauernschanzen bei Freistadt ist nur wenig überliefert. Hinweise auf die damaligen Kämpfe finden sich unter anderem im Totenbuch der Pfarre Lasberg. Dort sind die Namen von Bauern verzeichnet, die am 6. August 1626 an diesem Ort gefallen sein sollen. Von den einstigen Schanzanlagen ist nach rund 400 Jahren im Wald nur noch wenig zu erkennen. Zwei größere Gräben sind jedoch bis heute sichtbar – stille Spuren eines blutigen Kapitels oberösterreichischer Geschichte.

Links:

Anton Sageder: Rainbach im Mühlkreis – Bleibendes und Vergängliches aus 700 Jahre

Verein Heimatgeschichte Rainbach 

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