Max Preglau: „Geschlechterpolitik im Vergleich: USA und Europa.“

Podcast
Innsbrucker Gender Lectures
  • Preglau_2011_11_22
    92:00
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1 Std. 12:52 Min.
Simon Strick: „Begriffs- und andere Schä­den: Vor­schläge zur Faschi­sie­rung"
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1 Std. 18:54 Min.
María do Mar Cas­tro Varela: "Planetarische Utopien. Feministisch-postkoloniale Überlegungen"
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1 Std. 34:20 Min.
Sophie Lewis und Friederike Beier: „Imagine otherwise: Rethinking and reinventing care“
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53:49 Min.
Queeres Chaos Kollektiv: "Wie viele Queers braucht es, um diesen Vortrag zu halten?"
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1 Std. 09:59 Min.
Tat­jana Takševa: "Tracing the Maternal through a Transnational Feminist Perspective"
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1 Std. 15:05 Min.
Mona Mota­kef: „Queering the family?“ Elternschaft und Familie jenseits von Heteronormativität und Zweigeschlechtlichkeit
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1 Std. 21:03 Min.
Helga Krüger-Kirn: "Mütterlichkeit braucht kein Geschlecht. Elternschaft und Gender Trouble"
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1 Std. 14:18 Min.
Karin Neuwirth: "De- und Re-Institutionalisierung von Elternschaft im Recht im 20. /21. Jahrhundert in Österreich"
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1 Std. 16:12 Min.
Susanne Schulz: "Die Politik des Kinderkriegens"
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1 Std. 29:13 Min.
Bet­tina Bock von Wül­fin­gen: "Zeugung unter dem Mikroskop 1850er bis 1900"

19. Innsbrucker Gender Lecture
GESCHLECHTERPOLITIK IM VERGLEICH: USA UND EUROPA

Im Vortrag wird die Entwicklung der Geschlechterverhältnisse und der Geschlechterpolitik seit den 1960er-Jahren im Vergleich zwischen USA und Europa nachgezeichnet. Während sich in den ’liberalen‘ USA mit dem ’Dual Breadwinner/ Marketized Female Carer Model‘ und in den ’sozialdemokratischen‘ nordischen Staaten mit dem ’Dual Breadwinner/ State Carer Model‘ relativ geschlechteregalitäre Modelle etabliert haben, hat sich in Österreich lediglich eine modernisierte Variante des geschlechterhierarchischen Male Breadwinner/ Female Caregiver Modells, das ’(Weak) Male Breadwinner/ Female Parttime Carer Model‘ durchsetzen können. Im Vortrag sollen die Veränderungen im Geschlechterverhältnis – die „emanzipatorischen“ Aufbrüche der Frauen in Bildung und Beschäftigung, die Lockerung der Bin-ung an traditionelle Ehe und Familie, aber auch die Prozesse der Reproduktion von Geschlechterungleichheit in Bildung, Arbeit und Familie – aufgezeigt und herausgearbeitet werden und wie Sozial-, Familien- und Geschlechterpolitik und deren kulturelle Leitbilder zu diesen teils widersprüchlichen Entwicklungen beigetragen haben.

MAX PREGLAU, geboren 1951, Promotion 1977 (WU-Wien), Habilitation 1985 (LFU Innsbruck) ist seit 1991 Professor für Soziologie an der Universität Innsbruck. Er war im Studienjahr 2006/07 Schumpeter-Professor an der Harvard Universität in Cambridge, MA und im ersten Halbjahr 2011 Distinguished Austrian Visiting Chair Professor an der Stanford Universität, Stanford, CA.
Seine aktuellen Forschungsschwerpunkte sind u.a. Sozialstruktur und Sozialer Wandel in Österreich, Europa und den USA; Sozial-, Gleichstellungs- und Integrationspolitik in Österreich, Europa und den USA. Er ist Autor, Koautor und Herausgeber von 11 Büchern und knapp 80 Buch- und Zeitschriftenartikeln.

Kommentar: ERNA APPELT, Institut für Politikwissenschaft, Leiterin der Forschungsplattform Geschlechterforschung der Universität Innsbruck
Moderation: CAROLINE VOITHOFER, Institut für Zivilrecht der Universität Innsbruck

Ablauf:
Begrüßung Marion Jarosch
ab ca. 4:20 Einleitung Voithofer
ab ca. 6:45 Vortrag Preglau
ab ca. 48:04 Kommentar Appelt
ab ca. 1:03:56 Diskussion

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