Historische Versorgungseinrichtungen
Ernst Tipka diskutiert mit Fritz Idam die historische Bedeutung von Spitälern im Salzkammergut, die primär als Versorgungseinrichtungen für Arme, Alte, Kranke und Behinderte dienten, anstatt als Krankenhäuser. Im Kontext der Salzindustrie entstanden diese Einrichtungen früh, um Lohnarbeiter zu versorgen, da bäuerliche Strukturen fehlten. Pragmatische und religiöse Motive spielten für die Stiftungen durch die Habsburger eine Rolle. Das Hallstätter Spital, gegründet im 16. Jahrhundert, brannte 1750 ab und wurde in den 1780er Jahren neu errichtet, mit Fokus auf Almosen, Landwirtschaft und externe Versorgung. Beispiele von Insassen wie Maria Weslin oder Michael Tuscher illustrieren Armut, Arbeit und soziale Strukturen in der Region.











