In der trans-Art-Performance von Astrid Rieder und Margarethe Maierhofer-Lischka wurde Zeichnung zu Handlung und Handlung zu Ereignis. Das künstlerische Werk folgte keinem konkreten Plan, sondern dem Klang, der Bewegung, dem Atem des Moments. Was entstand, konnte nicht korrigiert werden. trans-Art zeigte sich als offenes Feld zwischen Kontrolle und Loslassen, zwischen Reduktion und Intensität. Diese Performance war kein fertiges Werk, sondern ein Geschehen.
„Allein mit vier Farben – Weiß, Ockergelb, Rot und Schwarz haben die hochberühmten Maler ihre unsterblichen Werke verfertigt.“ Dieses Zitat aus Plinius‘ Naturalis historia, derzeit in der Sonderausstellung von Michaelina Wautier präsent, diente Astrid Rieder als Inspirationsquelle. Wie mit der Verwendung unterschiedlicher Pigmente in der Malerei, können farbliche Stilmittel in der Zeichnung während der audiovisuellen Performancekunst trans-Art ein visuelles Ausdrucksmittel sein. Zwar stehen während der Live-Performance zahlreiche Farben und Stifte unterschiedlichem Kolorit und Beschaffenheit zur Verfügung, ihre tatsächliche Verwendung bleibt jedoch offen. Auf Grundlage von Margarethe Maierhofer-Lischkas Erfahrung in der transmedialen Kunst entstand so ein Spannungsfeld zwischen Malerei, Zeichnung und audiovisueller Performance.









