Vive l’Europe! #66 – Soziale Medien entgiften – Kinderschutz gewährleisten!

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Ali so družbena omrežja še prostor, kjer se ljudje povezujemo, ali so postala mehanizem nadzora nad našimi življenji in sredstvo boja za našo pozornost? Ogledali si bomo prednosti in slabosti naših digitalnih življenj, v ospredju razprave pa bodo tudi digitalna življenja otrok. Razpravljali bomo o starostnih omejitvah za zaščito otrok in mladostnikov, ki jih pripravljajo različne evropske države.

Je mehr Menschen miteinander vernetzt sind, desto eher würde sich die Welt zum Guten wenden. So die ursprüngliche Annahme – gegenteiliges ist festzustellen: Nicht Menschen interagieren mittlerweile mit Menschen, sondern automatisierte Technologien, die spezifische Formen menschlich-digitaler Sozialität hervorbringen. Es herrscht ein Kampf um Aufmerksamkeit. Gleichzeitig verkümmern Diskurs und Argumentation. Die sozialen Technologien können als ein Pharmakon – als ein Heilmittel wie auch ein Gift – bezeichnet werden. Wir sollten, so der Medienwissenschaftler Rainer Winter, daran arbeiten, das Gift der sozialen Medien in den Griff zu bekommen und uns nicht von ihm lähmen lassen.

Digitale Konzerne verfolgen wirtschaftliche Interessen ungeachtet dessen, dass durch deren Angebote, vor allem bei Minderjährigen, ein enormer Leidensdruck entsteht. Vor diesem Hintergrund werden in einigen EU-Ländern aktuell Zugangsbeschränkungen – um Kinderschutz zu gewährleisten – geplant. Einschätzungen dazu liefern, im zweiten Teil dieser Reportage, die Medienexpertin Ioli Campos (Portugal), der Jugendsprecher Gianni di Paoli (Luxemburg) und der Studienautor zu „Altersprüfung im Netz“ Fabian Fischer (Österreich).

Vorab einige grundsätzliche Befunde des Mediensoziologen Rainer Winter, der meint, dass wir von sozialen Medien vergiftet und als Sozialwesen negiert würden:

Der französische Philosoph Bernard Stiegler hat darauf hingewiesen, dass Technologien eben immer diese Doppelfunktion haben. Also in der Evolution des Menschen sind Technologien ganz zentral, also von Werkzeugen bis zu Digitaltechnologien. Was wir jetzt bei den sozialen Medien sehen, ist, dass wir vergiftet werden, wenn man jetzt in dieser Terminologie bleibt. Aber es liegt ja nicht an der Technologie, es liegt daran, wie wir die Technologie verwenden. Es ist an sich was Positives, dass wir uns verlinken können mit Menschen überall in der Welt. Nur jetzt wird halt alles codiert, quantifiziert und wir werden überwacht. Aber es ist vorstellbar, dass wir andere soziale Medien konstruieren, die vielleicht wirklich sozial sind. Das Interessante bei den sozialen Medien ist ja, dass sie an sich gar nicht sozial sind oder, dass sie ein riesiger Werbegag sind – soziale Medien: Was ist da jetzt sozial an den Medien? Es wird eine neue Form, eine technologische Sozialität hervorgebracht, aber das, was den Menschen als Sozialwesen ausmacht, wird negiert.

Nicht Menschen interagieren mittlerweile mit Menschen, sondern automatisierte Technologien, die eine spezifische Form menschlicher Sozialität hervorbringen. Wie ist diese neue Form einer technologischen Sozialität, die angesprochen wurde, zu verstehen?

Die Technologien bringen eine Sozialität hervor. Es ist auch nicht der Mensch mit allen seinen möglichen Ausdrucksformen, der mit der Technologie kommuniziert, sondern es sind Partizipationsformen: Posten, klicken, verstärken, Likes usw. die möglich werden. Und ich kann ein Profil bilden, ich kann ein Profil haben, das Profil kann verstärkt werden. Und so entsteht eine neue Form von Sozialität, man könnte es eine digitale Sozialität nennen. Wenn man jetzt als Soziologe das Ganze betrachtet, was man aber unterscheiden muss von der Sozialität, die wir jetzt im Alltag in Face to Face Kommunikation pflegen und die für unsere Entwicklung als Menschen wichtig ist, die am Ursprung quasi steht: Die enge, intensive Interaktion des Kindes mit der Mutter. Das heißt, die Plattformen bringen eine technologische Form der Sozialität hervor, eine technologische Lebensweise, die wir versuchen zu verstehen oder verstehen müssen.

Also die Plattformen erwarten von uns, dass wir reagieren. Quasi, in diesen digitalen Welten für kurze Zeit oder auch für längere Zeit, damit so etwas wie ein Stammesgefühl entsteht. Man teilt Gefühle und Affekte und ist Teil einer Empörungsgruppe. Man glaubt, jemanden gefunden zu haben, der gegen die Regeln verstoßen hat, gegen moralische Regeln und dann kommt diese Empörungswelle, dann sucht man nach Belegen in dem digitalen Verhalten der Person vorher, also in dem, was man sein digitales Selbst nennen kann, in den digitalen Spuren und versucht zu zeigen, dass er vielleicht schon längere Zeit sich moralisch nicht richtig verhalten hat. Und dann kommt die Empörung, also man steigert sich hinein, aber während dieser Empörung ist man Teil einer affektiven Gruppe eines Neo-Stammes. Das muss man sehen vor dem Hintergrund, dass die meisten von uns ja heute eher isoliert sind. Und dann setzen wir uns an den Computer, wir kommen heim von der Arbeit und auf einmal finden wir Gleichgesinnte und können Affekte erleben.

Und gleichzeitig entsteht ein Kampf um die Aufmerksamkeit, so wie Sie es nennen, oder?

Ja, ein Kampf um die Aufmerksamkeit, dass es eben Gruppen gibt, die strategisch handeln im Internet, um Aufmerksamkeit für ihre Ziele zu bekommen. Das können politische Ziele sein, das können einfach kurzfristig bestimmte Angelegenheiten sein, in die man interveniert und man möchte Aufmerksamkeit bekommen, man möchte also wieder verlinkt werden. Man möchte, dass das, was man sagt, besonders spektakulär ist, damit es Anklang findet, damit es weiterverteilt wird, damit es in der Timeline landet bei anderen Nutzern.

Interessant ist auch die Feststellung zum Begriff „technisiertes Gedächtnis“ oder wie es in Ihrem Buchbeitrag heißt: „Soziale Medien besetzen die verfügbare menschliche Gehirnzeit, kontrollieren sie, verkaufen sie an Werbetreibende und halten so den Konsum am Laufenden.“ Vielleicht dazu einige erläuternde Ergänzungen, …

… ja, also es geht um den Kampf um Aufmerksamkeit. Es geht darum, dass man eben auf diesen Plattformen bleibt, die so gebaut sind, dass wir verstärkt werden durch den Algorithmus in dem was uns gefällt, dass wir auf TikTok bestimmte Filme sehen, dann sehen wir ähnliche Filme. Wir werden also mit dem versorgt, was wir eigentlich mögen. Nur wenn man das jetzt wiederum als Soziologe betrachtet, ist das eine Form der Zerstreuung, denn soziale Medien sind nichts anderes als eine riesige Zerstreuungskultur, wo man kurzfristig reagieren kann, vielleicht auch nachdenken kann, aber wo es eher darum geht, dass man schnell ist. Und wir können die Plattform so interpretieren, dass es psychotechnologische Apparate sind, die unsere Aufmerksamkeit besetzen und um unsere Aufmerksamkeit kämpfen.

Also die jüngeren Generationen, die jetzt mit digitalen Technologien groß werden, die haben viel größere Probleme, sich jetzt zu konzentrieren. Und wir auch, weil all diese Geräte machen süchtig, wenn man die in der Hand hat. Man guckt immer drauf, man guckt auf die Timeline, man denkt, es könnte jetzt irgendetwas passiert sein, was Interessantes, was Positives für einen selbst. Man benutzt ein iPhone oder ein anderes Smartphone als ein Stimmungsregulator. Es füllt eine Leere, die vielleicht da ist.

Stichwort innere Leere: Sie meinen, es scheint um das Füllen einer Leere zu gehen und oft erscheint die Nutzung sozialer Medien als irrational oder gewinnt einen „schlafwandlerischen Charakter“ – was ist damit (schlafwandlerischer Charakter) gemeint, …

… ja, also Leute, die beim Aussteigen aus der Straßenbahn aufs Handy gucken, die Leute, die in der Schlange vor einem ganz langsam laufen/gehen. In China gibt es schon Wege, die nur für Leute sind, die aufs Handy gucken und dann andere, wo man schneller laufen kann und so weiter. Das heißt, man verschmilzt quasi mit dieser Technologie. Wenn man aus der Metro aussteigt und dann guckt einer auf sein Handy, dann wird man behindert und dann weiß man nicht, was los ist. Dass man also wirklich die Möglichkeit hat sein Handy, die Nachrichten, die sozialen Medien zu studieren oder dass man einfach geht, weil viele Menschen verschmelzen ja mit diesen sozialen Medien! Ich würde es ganz pragmatisch sehen: Die anderen können dann auch schneller laufen/gehen. Man wird nicht behindert durch die Schlafwandler.

Zur aktuellen Debatte: Österreich, Portugal, Spanien oder Frankreich plant ein sogenanntes Zugangsverbot zu diversen Plattformen für bestimmte Altersgruppen, etwa für Jugendliche bis zum 16. Lebensjahr. Wäre das ein Lösungsansatz zu dem, was Sie bereits kritisch angemerkt haben?

Wir wissen, dass für Kinder und Jugendliche das ganz schlecht ist, weil sie noch in der Entwicklung sind. Aber all diese Aktivitäten oder Bestrebungen lösen das eigentliche Problem nicht, weil auch die Erwachsenen da dranhängen. Aber es ist schon mal gut, wenn man sich um die Kinder und die Jugendlichen jetzt kümmert. Ich möchte jetzt nicht normativ sein, das hängt davon ab, wie man die Gesellschaft organisieren möchte oder wie das eben genutzt wird. Ich glaube, wenn die Menschen zufriedener wären, dann wird man vielleicht viel weniger diese Medien auf die Art und Weise nutzen.

Was ich meine ist, dass es immer auf den Kontext der Nutzung ankommt und dass wir sehen, dass unsere Demokratie zerstört wird, unsere demokratischen Vorstellungen, auch durch die Nutzung sozialer Medien, durch den Einfluss der Plattformen. Das heißt, wir haben massive Probleme. Es ist gut, wenn man das mit Kindern und Jugendlichen macht. Ich verstehe nicht, warum man das nicht von Anfang an gemacht hat. Aber grundsätzlich sind diese Überlegungen gut. Man muss es ja auch machen, weil die sozialpsychologischen Befunde zeigen ja, welche negativen Wirkungen die intensive Nutzung von sozialen Medien bei Jugendlichen und Kindern hat.

Ich bin kein Anhänger von Verboten, muss ich ganz ehrlich sagen, weil Verbote kann man ja auch immer wieder umgehen. Also ich fände es besser, wenn, jetzt im Sinne von (Jürgen) Habermas, wir als Gesellschaft uns dafür zu einem vernünftigen Diskurs entscheiden würden: Wir nutzen diese sozialen Medien in dieser Form nicht! Wir zwingen auch nicht jetzt unsere Mitarbeiter in Unternehmen, soziale Medien zu nutzen. Es gibt viele Kurse, auch an der Uni, wie man lernt, soziale Medien zu nutzen, weil es für Betriebe sehr wichtig ist. Das heißt, die Wirtschaft und die Politik müssten sich entscheiden, müssten einen Diskurs führen und dann müsste man unter vernünftigen Menschen dazukommen, dass man eben das nicht mehr nutzt. Aber das ist eine idealistische Utopie, die ich jetzt artikuliere. Aber das würde mir mehr liegen als jetzt die Verbote, weil die Verbote, die kann man immer umgehen.

Eine vergleichbare Sicht wie Rainer Winter vertritt Ioli Campos, eine digitale Medienspezialistin in Portugal, die ebenso die Problematik von Verboten und die Umgehungsmöglichkeiten anspricht:

Das Problem bei einem Gesetz, das etwas verbietet, ist, dass Kinder Wege finden, es zu umgehen. Und da sie Wege finden werden, das zu umgehen, müssen wir uns weiterhin darauf konzentrieren, sie zu befähigen, Gefahren zu erkennen, sich vor diesen Gefahren zu schützen und Chancen zu suchen. Und wenn sie soziale Medien umgehen, indem sie das Gesetz umgehen, gibt es fast eine Perversion hier. Ich meine, wenn sie etwas Illegales tun, wenn sie solchen Risiken ausgesetzt sind, haben sie dann den Mut, um Hilfe zu bitten, obwohl sie wissen, dass sie etwas getan haben, was sie von Anfang an nicht hätten tun sollen?

Gianni di Paoli, Vorstandsmitglied des Nationalen Jugendrats von Luxemburg, plädiert für Verbesserungen hinsichtlich der Medienkompetenz von Jugendlichen und betont die Übernahme der Verantwortung für die Plattform-Betreiber:

Junge Menschen werden sowieso mit der Außenwelt konfrontiert werden. Deshalb hilft es ihnen nicht, sie einfach abzuschneiden. Wir würden lieber sehen, dass junge Menschen Teil eines Prozesses werden, bei dem ihnen im Alter von 13 bis 16 Jahren angemessene Fähigkeiten vermittelt und ihnen der Weg gezeigt wird. Ich bin fest davon überzeugt, dass Plattformen Verantwortung übernehmen müssen, nicht nur die jungen Menschen selbst. Und wir müssen darauf achten, junge Menschen zu schützen, indem wir ihnen die richtigen Werkzeuge in die Hand geben, um diese Plattformen anzugehen und ihnen ein besseres Verständnis dafür zu vermitteln, wie sie funktionieren.

Wie bereits erwähnt werden in einigen EU-Ländern Social Media Einschränkungen für Jugendlichen vorangetrieben. Wenig Aufmerksamkeit bei diesen Debatten wird aber der Frage geschenkt, wie Altersfeststellungen technisch überhaupt umsetzbar sind. Neben den vielfältigen Möglichkeiten wie Selbstauskunft, einer biometrischen Gesichtsanalyse, der Übermittlung von Lichtbildausweisen usw. präferiert Fabian Fischer datensparsame Methoden:

Auf EU-Ebene werden aktuell neue Ansätze entwickelt, die es erlauben, mit Plattformen nur zu teilen, ob man über 14 über 16 über 18 ist, und so weiter. Hier werden also weder Name noch Nationalität oder Gesicht geteilt. Nicht einmal das genaue Alter wird weitergegeben. Konkret handelt es sich erstens um die EU-Altersfeststellung-App, die voraussichtlich bis Sommer in manchen EU-Ländern verfügbar sein wird. Zweitens wird die sogenannte „Brieftasche für Digitale Identität“ diese Funktion unterstützen. Sie muss laut Gesetz Ende 2026 EU weit verfügbar sein. Beide Ansätze sehen auch vor, dass sie technische Überwachung ausschließen. Weder die Plattformen noch der Staat können nachverfolgen, wer, wann und wofür diese Methode genutzt hat.

Entscheidend sei bei der Frage von Altersfeststellungen, wie Kinderschutzes und der Schutz der Privatsphäre gewährleistet ist. Fabian Fischer verweist – mit Blick auf eigene Studienergebnisse – insbesondere auf den Datenschutz:

Unser Fokus lag dabei auf Datenschutz und Kinderrechten, denn Kinderrechte umfassen einerseits den Schutz vor Gewalt und Misshandlung, andererseits aber auch das Recht auf Privatsphäre, Zugang zu Informationen und Beteiligung am kulturellen Leben. Der Digital Services Act verpflichtet bereits heute Onlineplattformen, geeignete und verhältnismäßige Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen zu treffen. Das schließt auch den Schutz der Privatsphäre von Minderjährigen ein. Hier gibt es allerdings noch Bedarf für Klarstellungen, was das genau bedeutet. Auch die Rechtsdurchsetzung ist im digitalen Raum oft noch mangelhaft.

Medijski strokovnjak Rainer Winter družbena omrežja razume kot »zdravilo in kot strup«. Poudarja, da ne gre le za tehnologijo, temveč za to, kako jo uporabljamo. Po njegovem mnenju nastaja nova »tehnološka družbenost«, ki nadomešča pristne medčloveške odnose. Winter priznava, da je zaščita mladih pomembna, hkrati pa zavrača enostavne prepovedi kot rešitev. Prepričan je, da se prepovedi lahko vedno zaobidejo. Namesto tega predlaga širši družbeni dogovor o odgovorni rabi družbenih omrežij.

Podobno meni tudi Ioli Campos z lizbonske univerze. Otroci najdejo načine, kako pravila zaobiti, hkrati pa se lahko znajdejo v še večji nevarnosti, saj morda ne bodo imeli poguma prositi za pomoč. Zato Campos zagovarja krepitev kompetenc in ozaveščanje o tveganjih.

Gianni di Paoli iz Nacionalnega mladinskega sveta v Luksemburgu poudarja pomen medijske pismenosti in odgovornosti platform. Mladi bodo tako ali tako soočeni s svetom, zato ne pomaga, če jih preprosto odrežemo od digitalnega sveta, meni di Paoli. Prepričan je, da morajo platforme prevzeti odgovornost.

Fabian Fischer, avtor študije o preverjanju starosti pri mladih, pa izpostavlja pomen varstva podatkov pri preverjanju starosti. Pri novih načinih, ki jih načrtuje Evropa, se ne delijo niti ime niti državljanstvo niti obraz. Evropske države torej ne načrtujejo le prepovedi, temveč tudi intenzivno razmišljajo, kako dobro izvesti ukrepe in odgovoriti na ključno vprašanje – kako hkrati zagotoviti zaščito otrok in spoštovati njihovo pravico do zasebnosti.

 

Kurzbiografien:

Dr. Rainer Winter hat akademische Abschlüsse in Soziologie, Psychologie und Philosophie. Er lehrt seit 2001, von 2002 bis 2025 als Universitätsprofessor, Medien- und Kulturtheorie an der Universität Klagenfurt. Forschungsschwerpunkte: Medienkultur und Lebensformen, Film- und Fernsehanalyse als Gesellschaftsanalyse, soziale Folgen der Digitalisierung. Publikationen zum Thema des Gesprächs: „Auf digitalen Pfaden. Die Kulturen von Hackern, Programmierern, Crackern und Spielern“ (1991, Mitautor), „Widerstand im Netz. Zur Herausbildung einer transnationalen Öffentlichkeit durch netzbasierte Kommunikation“ (2010), (MIs-)Understanding Political Participation. Digital Practices, New Forms of Participation and the Renewal of Democracy“ (2019, Mitherausgeber) und „Soziale Medien“ in „Handbuch soziale Probleme“ (2026)

Dr.in Ioli Campos ist Assistenzprofessor an der Neuen Universität Lissabon und an der Portugiesisch-Katholischen Universität. Ihre Forschungsbereiche umfassen u.a. Medienkompetenz und Bekämpfung zeitgenössischer Herausforderungen wie Fehlinformation und/oder Hassrede im Netz.

Gianni di Paoli ist Vorstandsmitglied des Nationalen Jugendrates in Luxemburg und war Vorsitzender der Vereinigung luxemburgischer Studentenvereine.

Dipl. Ing. Fabian Fischer MA forscht zu den Wechselwirkungen zwischen digitalen Technologien und Gesellschaft am Institut für Technikfolgen-Abschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Weiterführende Informationen zur bereits erwähnten Studie „ALTERSFESTSTELLUNG IM DIGITALEN RAUM“, in Zusammenarbeit mit der AK-Wien, sind verfügbar unter: https://epub.oeaw.ac.at/0xc1aa5572_0x00414906.pdf

 

 

Oblikovanje I Gestaltung: Heinz Pichler & Neža Katzmann Pavlovčič

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