Energetska odvisnost, geopolitične napetosti, inflacija v storitvenem sektorju ter vse bolj izrazite demografske spremembe na trgu dela. Kako naj se rešimo trenutne krize? Izzive in rešitve nam bo predstavil direktor WIFO, inštituta za ekonomske raziskave z Dunaja.
… skizzierte kürzlich der Leiter des Wirtschaftsforschungsinstituts Österreich (WIFO) Dr. Gabriel Felbermayr indem er – in dieser Zusammenfassung – einige markante wirtschaftspolitische Problemfelder benennt und mögliche Perspektiven für Österreich und die Europäische Union vorstellt. Neben Energie und Versorgungssicherheit, geopolitischen Schocks, oder der Lohn-Preis-Spirale beleuchtet er auch die demografische Lage am österreichischen Arbeitsmarkt. Vorweg Anmerkungen, wie etwa eine größere Unabhängigkeit in der Energieversorgung anzudenken wäre:
Also wir haben diese Abhängigkeit, wir haben viel Bewegung, es geht rauf und runter, und wenn uns das nervt, dass alle paar Jahre wieder die Rechnung aus dem Ausland um 10 Milliarden mehr ist oder um 2% des BIP teurer, dann müssen wir etwas tun mit dem eigenen Versorgungsgrad. Das kann bedeuten, Erneuerbare ausbauen. Das kann bedeuten, dass wir die Möglichkeiten haben, die wir selbst haben – das Fördern von Fossilen nutzen. Da können wir keine großen Sprünge machen in Österreich, aber in der EU sehr wohl. In Deutschland gibt es ein Fracking-Verbot, es gäbe aber durchaus die Möglichkeit in Deutschland Gas zu fördern, in Polen noch viel mehr. Wir importieren aber lieber das gefrackte Gas aus dem Ausland. Das ist umweltpolitisch viel schlimmer, weil das Verflüssigen von Gas und das Rücktransformieren in den gasförmigen Zustand viel Energie frisst, das Transportieren über tausende Kilometer Energie frisst, Vulnerabilitäten schafft, das Klima stärker belastet, als wenn wir das in Europa machen würden. Darüber sollte man diskutieren.
Ich finde auch, das wird wahrscheinlich viele hier furchtbar nerven, aber ich sage auch, wir sollten über moderne Möglichkeiten der Energiegewinnung aus Atomkraft nachdenken. Das wird tabuisiert, das darf man gar nicht sagen, sonst ist man gleich ein ganz „fieser Wicht“. Niemand will Technologie der 60er Jahre bauen. Sie werden keine Tschernobyl-Reaktoren bauen. Das ist ’86 oder ’87 kaputt gegangen, aber es war Technologie aus den 60er Jahren. Heute würden wir mit ganz anderen Technologien arbeiten. Ich bin kein Physiker und schon gar kein Kernphysiker. Ich will nur nicht, dass wir unsere Diskussion verengen, basierend auf Bauchgefühlen. Da sollte man die Kernphysiker fragen, was der Stand der Forschung ist, was die Ingenieursleistungen, was da machbar ist. Vielleicht schauen wir uns auch an, was die Amerikaner tun, die Tech-Konzerne, die dringend Strom brauchen für ihre KI-Farmen. Und wenn sich da was tut, dann sollte man nicht sozusagen mitleidsvoll rüber schauen, wie blöd sind die, sondern wir sollten uns überlegen, ob das nicht auch etwas ist, dass wir in Europa nutzen können. Die Erneuerbaren gehören aber natürlich auch dazu, weil da sind wir wirklich unabhängig, während das Uran importiert werden muss. Und die Nutzbarmachung von Erneuerbaren erfordert ja mehr als nur das Bauen von Kraftwerken. Da haben wir ein Thema mit der Leitungskapazität, da haben wir ein Thema mit der Governance des Strommarktes. Ja, da gäbe es viel zu tun. Ein bisserl was tut sich ja!
Die aktuellen geopolitischen Schocks, wie kriegerische Auseinandersetzungen oder die Sperrung der Straße von Hormuz sind politische Krisen, nicht ein marktwirtschaftliches Versagen. Deren reale wirtschaftliche Wirkung ist bislang geringer als die mediale Wahrnehmung.
Wir haben es mit einer Welt zu tun, in der die Ökonomie eigentlich ganz gut funktioniert, in Wahrheit. Aber was dauernd auftritt, sind politische Schocks. Der Ukraine-Krieg ist kein Versagen der Marktwirtschaft gewesen. Die Pandemie auch nicht. Und das, was wir jetzt aktuell sehen, dass die Seewege unterbrochen sind, hat auch nichts mit unserer globalisierten Wirtschaft zu tun. Das sind politische Schocks. Normalerweise fahren durch die Straße von Hormuz 60 Schiffe pro Tag, jetzt fahren drei. Das ist etwas, das sich durchaus auch länger vorstellen lässt, leider. Der Suezkanal ist seit Jänner 2024 nur sehr eingeschränkt befahrbar aufgrund der Huthi-Rebellen. Die Huthi-Rebellen, das ist der Iran. Wenn man so will, haben wir einen Iran-Krieg schon seit 2 Jahren. Weil diese Umweg-Fahrten für die Weltwirtschaft nicht gut sind. Das kostet Geld, das braucht Zeit, das produziert übrigens auch CO2-Emissionen, die keiner braucht, weil die tausende Kilometer Umwege fahren auch fürs Klima nicht gut sind. Aber es sind politische Krisen und illustrieren, was das für heftige Schläge sind. Das sind ja keine Peanuts. Aber eines wird diskutiert, gerade auch in den Foren, in denen wir international unterwegs sind, dass die Krisenwahrnehmung und die Krisenrealität miteinander nicht gut zusammenpassen. Das ist heftig, was ich Ihnen da gezeigt habe. Aber die Frage ist, wie sehr würgt das die wirtschaftlichen wirklich Impulse ab? Das ist nicht so klar.
Der Haupttreiber der österreichischen Inflation seien, so WIFO Chef Felbermayr, die Dienstleistungspreise, die stark an die Lohnentwicklung gekoppelt sind. Diese realen Kostensteigerungen könnten durch niedrigere Lohnabschlüsse erzielt werden. Doch dazu wäre ein koordinierter „Paukenschlag” nötig, um aus dem Teufelskreis aus hoher Inflation und hohen Lohnabschlüssen auszubrechen.
Aber was uns in Österreich verlässlich jedes Monat Inflation bringt, sind die Dienstleistungen. Die Industrie auch nicht, dort haben wir eher ein Deflationsproblem. China macht uns die Preise kaputt. Die Industrie ist nicht der Inflationstreiber, ganz und gar nicht. Auch nicht der Lebensmittelsektor. Natürlich spüren wir den täglich oder einmal, zweimal in der Woche, wenn Sie in den Supermarkt gehen. Aber was wirklich das Inflationsgeschehen in Österreich treibt, das sind Dienstleistungen.
Die Eurozone inflationiert weniger als wir, schon seit 2010 übrigens. Aber es ist das Dienstleistungsthema. Und das Dienstleistungsthema ist interessant, denn das sind Preise, die wir uns selber machen. Dienstleistungen werden gehandelt, ja klar, ein bisschen. Man kann eine Beratungsleistung aus London kaufen, Finanzdienstleistungen aus New York, man kann, also wir haben Touristen, …! Aber das Gros des Dienstleistungssektors, der ist heimisch. Das sind unsere heimischen Gastronomen, das sind die Hotels, das ist der Friseur, das sind Dienstleister aller Art, Handwerker und so weiter und so fort. Warum ist da die Inflationsrate so hoch? Das hat was mit realen Kostensteigerungen zu tun und die sind im Dienstleistungssektor sehr stark mit Löhnen verbunden. Das muss man auch in aller Ehrlichkeit sagen: Das ist so! Das ist keine Kritik, es wird oft so missverstanden, es ist keine Kritik an den Gewerkschaften, die ihren Job machen. Gewerkschaften haben den Auftrag, Reallöhne konstant zu halten oder auszubauen, deswegen gibt es sie. Die machen ihren Job. Aber das Problem ist, wenn man einmal in so einem Zyklus drin ist, dass die Inflation drei Prozent schwer ist und wir übersetzen das ziemlich automatisch wieder in Lohnwachstum in dieser Höhe oder mehr, dann hat das mit realen Kostensteigerungen zu tun und die sind im Dienstleistungssektor sehr stark mit Löhnen verbunden. Das ist leider eine Mechanik, die ist unentrinnbar. Da bräuchte man eine konzentrierte Aktion, einen großen Plan, wie kriegen wir die Inflation runter, sodass die Inflationsindexierung einmal zu unserem Nutzen funktioniert. Denn wenn die Inflation einmal niedrig ist, bleibt sie in Österreich niedrig. Davon haben wir bis 2010 ja profitiert. Niedrige Inflation heißt, die Lohnsteigerungen können niedrig bleiben, und dann sind auch in der nächsten Runde die Preise, Preissteigerungsraten für die Dienstleistungen geringer. Wir müssen halt aus diesem Zyklus raus. Dazu braucht es einen Paukenschlag, eine große Anstrengung, mal zu sagen, wir bleiben bei der Preissetzung im Bereich der Wirtschaft und bei der Lohnsetzung hinter dem zurück, was man eigentlich durchsetzen könnte, um aus diesem Teufelskreis auszubrechen. Und der Teufelskreis, worin besteht der? Der besteht darin, dass wir höhere Inflationsraten haben als in der Eurozone.
Nun wendet sich der Wirtschaftsforscher dem Arbeitsmarkt und der Demografie zu, wo er eine „Zeitenwende“ feststellt: Die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter schrumpft seit 2024, das sei historisch einmalig. Die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden, liegen trotz mehr Arbeitsverträgen, nicht über dem Niveau des Jahres 2019:
Was passiert auf dem Arbeitsmarkt? Da haben wir aktuell eine Zeitenwende, etwas, das es noch nie gegeben hat in Österreich und in anderen Ländern der Eurozone, in vielen Ländern der Welt. Noch nie. Nämlich die Erwerbsbevölkerung, die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter, geht seit 2024 zurück. Ohne dass wir eine Pandemie haben, ohne dass ein Krieg herrscht, wo Menschen sterben. Das ist sozusagen aus der reinen Demografie heraus. In Deutschland schon ein bisschen früher, in Italien auch früher, in China mit viel mehr Brutalität als bei uns. Aber das hat es in der Menschheitsgeschichte noch nie gegeben. Strukturell war die Weltbevölkerung und die Bevölkerung in den Erdteilen immer eine wachsende. Mit Unterbrechungen wie Kriegen und Pandemien. Das ist was ganz Neues. Das ist eine wirklich neue Zeitrechnung. Und die wird sich auswirken. Wir haben weniger Menschen, die im erwerbsfähigen Alter beitragen zur Produktion können, zum Erwirtschaften von Einkommen. Da ist Immigration hinterlegt: Nettoeinwanderung von 25.000 Personen pro Jahr, in 4 Jahren 100.000. Das ist nicht wenig. Trotzdem der Rückgang. Was sich etwas dynamischer entwickelt, immer noch, ist die unselbständig aktive Beschäftigung. Aber die sagt uns nicht viel.
Zwei Hypothesen: Hypothese 1: Es hat sich was kulturell verändert, die Erfahrung des Homeoffice wirkt nach, Freizeit ist super, das hat was mit Lifestyle zu tun, das ist Hypothese Nummer 1. Hypothese Nummer 2 ist Long Corona. Davon lesen Sie nichts, das wird tabuisiert, darüber redet man nicht. Verbunden mit Long Corona in einer bisschen angenehmeren Variante ist, dass die Alterung schlicht und ergreifend dazu führt, dass wir mehr Krankenstandstage haben. Das war vor Corona deutlich weniger, hat vielleicht mit Long Corona zu tun, hat vielleicht auch einfach damit zu tun, dass die Bevölkerung älter ist und damit auch etwas kränker.
Wir haben mehr Menschen im Land, arbeiten aber nicht mehr. Das ist das Problem. Es wird hier nach unserer Prognose ein bisschen nach oben gehen, weil angenommen wird, dass sozusagen der Teilzeit-Boom so bleibt, wie er ist, aber sich nicht verstärkt, auch die Frauenbeteiligung stärker wird aufgrund der Anpassung des Pensionsantrittsalters. Also das ist da eingepreist, darum geht es da noch ein bisschen nach oben. Aber das kann nicht andauern, da wird man irgendwann eine gläserne Decke erwischen, und dann wird der grüne Trend einfach der dominierende sein. Darauf muss sich die Politik einstellen. Darum kann man, obwohl es unangenehm ist, in der Pressestunde nicht sagen: Pension ist ja alles super. Und man kann auch nicht sagen: Im Pflegebereich ist alles super. Und man kann auch nicht sagen: Im Gesundheitssystem ist alles super. Weil die demografische Entwicklung, die wir da sehen, dort einschlägt. Im Pensionssystem hat sie den Einschlag schon generiert, im Pflege- und Gesundheitsversicherungssystem kommt das noch. Das sind klar absehbare Problemlagen.
Betreffend eine Einschätzung zur budgetären Lage und dem österreichischen Staatsdefizit meint Felbermayr, dass es ohne deutlich erkennbare Reformen dauerhaft auf über drei Prozent des Brutto-Inlands-Produktes (BIP) bleiben würde. Strukturreformen existieren zwar auf dem Papier, scheitern aber am politischen Mut und an der Angst der Politik vor einer Wählerabstrafung.
Also wenn sich nichts ändert, dann bleiben wir hier bis 2031 konsistent bei einem Defizit, das größer ist als 3% des BIP, und zwar teilweise deutlich. Von selbst wird das nix, muss man sagen. Wer nicht ordentlich die Konsolidierung vorantreibt, der hat dieses Problem an der „Backe“, und zwar dauerhaft. Wer glaubt, das Wachstum richtet das irgendwie, ja, hat auch ein Kanzler vor Kurzem noch geglaubt, nein! Das ist traurig. Kurzfristig handeln ersetzt nicht den langfristigen Plan, den es bräuchte.
Aber was uns fehlt, ist der Mut, die Dinge zu tun, die aufgeschrieben sind seit Langem. Die Konzepte sind ja da. Ich könnte Ihnen meine Festplatte dalassen. Seit Jahrzehnten macht das WIFO Vorschläge und das IHS und Eco Austria und die Agenda und wie sie alle heißen. Vieles davon ist nützlich und sinnvoll und man müsste es nur mal in die Öffentlichkeit tragen und dafür auch die Buhrufe, die es dann kurzfristig gibt, und die politische Hitze, die da entsteht, aushalten. Ich glaube, die Rendite kommt. Die Rendite von so was kommt auch, die ist aber negativ, ökonomisch wie politisch.
So, ich mache hier billige Ansagen. Die Politik hat es viel schwerer, und wenn man mich fragt, ob ich in die Politik gehe, sage ich nein, nein, ja, Schuster bleib bei deinen Leisten. Wir müssen unsere Politiker ermutigen und wir müssen sie wiederwählen, wenn sie Reformen angehen. Und ihnen auch eine Sicherheit geben, dass diese Wiederwahl passiert. Das kann man ja abfällig behaupten, das habe ich nicht in der Hand, aber das ist, glaube ich, das zentrale Problem. Es müsste die SPD in Deutschland, die SPÖ in Österreich, die Konservativen, die müssten glaubwürdig erwarten können, dass, wenn sie die schmerzhaften Reformen angehen, nicht an der Wahlurne bestraft werden. Und die Bestrafung, das sind wir. Das heißt, wir müssen uns schon selbst an der Nase nehmen, wenn wir sagen, wieso passieren keine Reformen? Weil die Politik wahrscheinlich richtigerweise die Abstrafung fürchtet, und die Abstrafung erfolgt durch den Wähler, der die Reformen verlangt. Und damit sind wir wieder in einem solchen Zyklus, der nicht gut ist. Da müssen wir raus. Wie das geht, ist die Frage des Jahrzehnts.
Dennoch sei festgehalten, dass „billiger Populismus“ nicht die Lösung sein wird, denn so Felbermayr:
Wenn man sich fragt, wie funktioniert Populismus? Sind populistische Wirtschaftsmodelle gut oder schlecht? Ungarn ist ja nicht weit weg von uns, kann man beobachten. Inflation, Wirtschaftswachstum, Staatsverschuldung kann man in Ungarn alles anschauen. Und die Rezepte, die da oft gelobt werden, waren keine guten Rezepte. Und dass Rumänien Ungarn überholt, ist einer der Gründe, warum Orbán jetzt Geschichte ist. Aber auch eine Warnung vor den einfachen, billigen Rezepten, die man mit Getöse rausposaunen kann, die vom Bauchgefühl her irgendwie schon stimmen, aber am Ende des Tages nicht liefern.
Es stellt sich die Frage, ob geringere Lohnabschlüsse in den vergangenen Jahren, etwa im Industriesektor oder wie in anderen EU-Ländern, ein konstruktiverer Beitrag gewesen wären, um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Auf die Frage, ob das WIFO dazu eine Einschätzung vorgenommen hat, meint Felbermayr, …
… ja, was wir gemacht haben, wir haben zwei Rechnungen angestellt. Die eine ist, was wäre, wenn wir nicht mit der rollierenden Verbraucherpreisinflation gearbeitet hätten bei den Kollektivvertragsabschlüssen, sondern mit einer rollierenden Rate des BIP-Preisfaktors. Da hätten wir unsere Wettbewerbsfähigkeit ungefähr drei Prozentpunkte besser aktuell im Vergleich mit den Euro-Ländern, wo wir keine Wechselkurseinflüsse haben, als wir es vorliegen haben. Jetzt haben wir ungefähr die Hälfte dessen, was wir uns an Wettbewerbsnachteil eingehandelt haben. Es ist nicht wenig.
Und die zweite Übung, die wir gemacht haben, ist, wir haben mal geschaut, denn es ist ja nicht nur die Frage, was ist der echte Verteilungsspielraum, Branche für Branche. Und das ist das, was in der Ökonomie Bruttowertschöpfung heißt, nominelle Bruttowertschöpfung. Das ist das, was an nominellem Einkommen erwirtschaftet wird. Und dann stellt sich die Frage, wie viel davon soll dem Kapital, der Kapitalseite gehören, wie viel davon der Arbeitnehmerseite. Aber man muss sozusagen über diesen Zuwachs des nominellen Kuchens, über das muss man sich eigentlich verständigen. Wir verständigen uns aber immer gleich sofort über preisbereinigte Größen. Und bei den Preisen haben wir Messprobleme, wir haben dieses Auseinanderklaffen importierte und heimische Preise. Wir sollten viel mehr nach diesen Bruttowertschöpfungsdynamiken agieren. Wenn die steigen, kann man mehr ausschütten, wenn sie sinken, müsste man eigentlich dämpfen. Wenn wir das gemacht hätten, wären wir ohne Wettbewerbsverluste, ohne Nachteile der Wettbewerbsfähigkeit durchgekommen.
Die hier veröffentlichten (gekürzten) Auszüge des Vortrages von Dr. Felbermayr zum Thema „Auswege aus der Dauerkrise. Wirtschaftspolitische Optionen für Österreich und die EU“, wurden am 21. April 2026 im Festsaal der Wirtschaftskammer Kärnten von radio AGORA 105,5 aufgenommen. Die Veranstaltung wurde von der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Kärnten organisiert.
Gabriel Felbermayr z dunajskega inštuituta za ekonomske raziskave meni, da bi morala Evropa okrepiti svojo energetsko neodvisnost z več vlaganji v obnovljive vire energije, hkrati pa brez ideoloških predsodkov razmisliti tudi o sodobnih oblikah jedrske energije. Kritičen je do evropske odvisnosti od uvoženega plina, saj so transport, utekočinjanje in logistika energetsko ter okoljsko dražji kot morebitna domača proizvodnja.
Pri gospodarskih krizah poudarja, da so številni današnji pretresi posledica političnih konfliktov, vojn in motenj v svetovni trgovini, in ne notranjega nedelovanja trga. Ocenjuje, da so dejanski gospodarski učinki pretresov pogosto manjši, kot jih vidi javnost.
Kot glavni razlog za visoko inflacijo v Avstriji Felbermayr izpostavlja rast cen storitev, ki je tesno povezana z rastjo plač. Posebno pozornost namenja tudi demografskim spremembam. Starejši delavci večkrat koristijo bolniško odsotnost, kar pomeni, da en delavec opravi manj dela. Prav tako se zmanjšuje število delovno aktivnega prebivalstva, kar dolgoročno ogroža pokojninski, zdravstveni in socialni sistem. Felbermayr opozarja, da reformni predlogi obstajajo že dolgo, vendar pogosto zmanjka političnega poguma za njihovo izvedbo, saj se politika boji negativnega odziva volivcev.
Kurzbiografien:
Prof. MMag. Dr. Gabriel Felbermayr ist ein österreichischer Wirtschaftswissenschaftler. Ab März 2019 war er Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) und seit Oktober 2021 ist er Direktor des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO). Seit März 2026 gehört er dem deutschen Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung an. Felbermayr ist u.a. Professor an der Wirtschaftsuniversität Wien und gilt in Fachkreise als wirtschaftsliberaler Ökonom.
Das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) ist ein als Verein organisiertes Wirtschaftsforschungsinstitut mit Sitz in Wien. Es verfügt über ein jährliches Budget von 13,6 Millionen Euro (Stand 2021) und gilt damit als größtes österreichisches außeruniversitäres Wirtschaftsforschungsinstitut.
Weiterführende Informationen:
Weiterführende Informationen zu Vortragsreihen der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft (VWG) Kärnten unter: https://www.vgk.at/%C3%B6ffentliche-vortr%C3%A4ge/
Oblikovanje I Gestaltung: Heinz Pichler & Neža Katzmann Pavlovčič











