Rollenwechsel, familiäre Beziehungen und Unterstützungsnetzwerke im Fokus.
Wenn ein Mensch pflegebedürftig wird, übernimmt meist die Familie die Betreuung – oft über Jahre. Die Rolle pflegender Angehöriger ist komplex: Sie umfasst vielfältige Aufgaben, Erwartungen und soziale Zuschreibungen, die sich je nach Beziehung und Krankheitsverlauf verändern. Die Pflegebeziehung entsteht meist aus bestehenden Fürsorgebeziehungen, kann Nähe stärken, bringt aber auch Überforderung, Konflikte und emotionale Belastungen. Ein stabiles Unterstützungsnetzwerk ist entscheidend, muss jedoch aktiv aufgebaut, gepflegt und an sich verändernde Bedingungen angepasst werden. Dabei sind individuelle Ressourcen, Erwartungen und das Bewusstsein für die eigene Rolle von Bedeutung.
In der Diskussionsrunde beleuchten Expert:innen, wie sich familiäre Beziehungen im Pflegeverlauf verändern, welche Konflikte auftreten und welche Strategien zur Entlastung beitragen.
Vortrag und Diskussionsrunde:
– Prof. Dr. Martin Nagl-Cupal (Universität Wien)
– DSAin. Bettina Pußwald, MSM. (Hilfswerk Steiermark)
Diskussionsrunde:
– Mag.a Helene Dohr (Diakonie de La Tour)
– DGKP Sylvia Schrötter-Lang (Volkshilfe Oberösterreich und Alles Clara Beraterin)
Moderation: Nonno Breuss, MPA





