„Mit Lebens.Liebe begleiten“.
LeLi – Tageszentrum für Menschen mit Essstörungen.
LeLi, das Tageszentrum für Menschen mit Essstörungen, stellt ein niederschwelliges Angebot dar, das die Versorgungslücke zwischen stationärem Aufenthalt und dem Leben zu Hause schließt. Essstörungen wie Anorexie, Bulimie oder Binge-Eating-Störung sind komplexe psychische Erkrankungen mit vielen Gesichtern – sie betreffen nicht nur die Betroffenen selbst, sondern fordern auch das familiäre Umfeld oft über lange Zeit hinweg heraus.
Der Praxisimpuls gibt Einblicke in die Arbeit von LeLi und zeigt, wie Angehörige durch Informations- und Gruppenangebote gezielt unterstützt werden können. Dabei geht es nicht nur um Wissen über die Erkrankung, sondern auch um die emotionale Begleitung und die Frage, wie man helfen kann. Angehörige spielen eine zentrale Rolle beim Erkennen und Überwinden der Krankheit – und brauchen selbst Raum für Austausch, Verständnis und Selbstfürsorge.
Vorgestellt von: Mag.a Christine Brugger (LebensGroß)
„Für morgen entscheiden und vorsorgen.“
Erwachsenenvertretung, Vorsorgevollmacht, Patient:innenverfügung – Wissenswertes für pflegende Angehörige.
Wenn ein geliebter Mensch nicht mehr selbst entscheiden kann, stehen Angehörige oft vor schwierigen rechtlichen und emotionalen Fragen. In diesem Praxisimpuls werden die wichtigsten Instrumente der Vorsorge vorgestellt: die Vorsorgevollmacht, die Patient:innenverfügung und die Erwachsenenvertretung.
Der Impuls bietet einen kompakten Überblick über die Unterschiede und Einsatzbereiche und zeigt, wie Angehörige sich frühzeitig informieren können. Was bedeutet es, eine Vorsorgevollmacht zu übernehmen? Welche Pflichten sind mit der Erwachsenenvertretung verbunden? Neben den juristischen Fakten geht es auch um die emotionale Dimension. Welche schwierigen Themen sollten im Vorfeld angesprochen werden – etwa Krankheit, Pflegebedürftigkeit, Lebensende und persönliche Werte? Ziel ist es, Angehörige zu stärken – durch Wissen, Klarheit und das Gefühl vorbereitet zu sein.
Vorgestellt von: Mag. Martin Marlovits (VertretungsNetz)
Notfall-, Krisen-, und Katastrophenvorsorge für pflegende Angehörige.
Ein Leitfaden zur Vorbereitung.
Naturkatastrophen wie Hochwasser, Sturm oder extreme Hitze treffen unsere Gesellschaft zunehmend. Von den Auswirkungen besonders betroffen sind vulnerable Gruppen – darunter pflegebedürftige Menschen und somit auch ihre Angehörigen. Das Hochwasser im September 2024 hat gezeigt, wie rasch Versorgungssysteme an ihre Grenzen stoßen können. Evakuierungen, Stromausfälle oder blockierte Wege können die Versorgung von Pflegebedürftigen gefährden und somit Angehörige in akute Krisensituationen bringen.
Dieser Praxisimpuls stellt einen speziell entwickelten Leitfaden zur Katastrophenvorsorge für pflegende Angehörige vor. Er basiert auf den Empfehlungen des Zivilschutz Österreich und wurde gemeinsam mit Expert:innen aus Katastrophenmanagement, Pflegepraxis und Angehörigenvertretung erarbeitet. Ziel ist es, pflegende Angehörige zu stärken – durch konkrete Handlungsempfehlungen, Checklisten und praktische Tipps für den Ernstfall.
Vorgestellt von:
– Michaela Greifeneder (Alles Clara)
– Dipl.Ing.in Susanna Wernhart (DCNA – Disaster Competence Network Austria)
– Annika Hudelmayer, MA. (Hochschule für angewandte Wissenschaft Kempten)
InterCare
Young Carers im internationalen Vergleich.
Junge Menschen, die sich neben Schule, Ausbildung oder Studium um ältere, kranke oder Angehörige mit Behinderung kümmern, sind eine große, aber oft unsichtbare Gruppe. In Deutschland betrifft dies etwa jeden achten jungen Menschen in Ausbildung. Diese Verantwortung beeinflusst Bildungswege, Entscheidungen und die Vereinbarkeit von Alltag und Ausbildung erheblich.
Das Forschungsprojekt “InterCare” der Goethe-Universität Frankfurt untersucht diese Situation erstmals umfassend und zieht einen internationalen Vergleich zwischen der Situation in Deutschland, Großbritannien und Polen.
Vorgestellt von: Dr.in Anna Wanka (Goethe-Universität Frankfurt am Main)





