Der Weg in den Reformismus

Podcast
Von der Fabriksarbeit zur Sozialpartnerschaft
  • F_S_2_1900_1918_01-02-16
    62:17
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1 Std. 03 Sek.
Dynamisierung und Rückbau
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Lohn-Preis-Abkommen und neues Proletariat
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Wiederaufbau und Lohnverzicht
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NS und Widerstand
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Aus Ideologie wird Wirklichkeit
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1 Std. 07:49 Min.
So entstand das Proletariat

Lisi Leitner und Andi Wahl haben es sich in dieser Sendereihe zur Aufgabe gemacht die neuere Geschichte Österreichs aus einem speziellen Blickwinkel zu beleuchten. Aus Sicht, oder besser, mit Blick auf die Lohnabhängigen. Jene Menschen also, die davon leben ihre Arbeitskraft zu verkaufen.

Die Folge 2 dieser Serie befasst sich mit der Herausbildung von Arbeiter*innenorganisationen. Viktor Adler gelingt es sehr unterschiedliche Theorieansätze und Strömungen zur Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP) zu vereinen. Der Preis dieser Einigung ist allerdings eine eher stumpfes Parteiprogramm und Forderungen die so vage sind, dass alle Fraktionen das ihre herauszulesen vermögen. Eine zentrale Streitfrage ist bereits das Verhältnis einer Arbeiter*innenpartei zum Staat, bzw. zu den Herrschenden. Eine Frage die bis heute nicht endgültig beantwortet ist. Noch heute stehen Arbeiter*innenorganisation zwischen den Poolen Internationalismus und Nationalismus. Mit Beginn des Ersten Weltkriegs setzt die österreichische Sozialdemokratie klar auf Nationalismus und befeuert ihrerseits die Kriegseuphorie.

Der revolutionären Stimmung zu Ende des Krieges, als in anderen Ländern Räterepubliken ausgerufen werden, entzieht sich die österreichische Sozialdemokratie und zieht es vor eine staatstragende Rolle einzunehmen. Aufstände und Streiks werden von der Parteiführung unter den Teppich gekehrt.

Dieser reformistische Weg versetzt die Sozialdemokratie aber auch in die Lage bereits in der Ersten Republik wesentliche Grundlagen für den Sozialstaat in der Zweiten Republik zu schaffen, und er ermöglicht die Herausbildung des „Roten Wien“.

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