Dynamisierung und Rückbau

Podcast
Von der Fabriksarbeit zur Sozialpartnerschaft
  • F_S_7_Kreisky_Gegenwart_01-00-03
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Lisi Leitner und Andi Wahl haben es sich in dieser Sendereihe zur Aufgabe gemacht die neuere Geschichte Österreichs aus einem speziellen Blickwinkel zu beleuchten. Aus Sicht, oder besser mit Blick auf die Lohnabhängigen. Jene Menschen also, die davon leben ihre Arbeitskraft zu verkaufen.

In der siebten Ausgabe starten die Beiden 1970. Der ersten sozialdemokratischen Alleinregierung und der darauf folgenden – wie es oft heißt – „Ära Kreisky“. Oft als goldenes Zeitalter für die Arbeiter*innenschaft in Österreich verklärt. Doch neben einer unbestreitbaren wirtschaftlichen, sozialen und gesellschaftlichen Dynamisierung gab es auch Schattenseiten. So lies sich die erste Regierung Kreisky von einer FPÖ stützen deren Vorsitzender, Friedrich Peter, in der NS-Zeit Obersturmführer der Waffen-SS war und dessen Einheit 1941 mindestens 17.000 Juden und rund 25.000 sowjetische Kriegsgefangene tötete. Damit, und mit einer Wahlrechtsreform die die FPÖ stark aufwertete, machte Kreisky die damalige FPÖ salonfähig.

Leitner und Wahl gehen nach der Behandlung des Modernisierungsschubs durch SPÖ-Alleinregierungen bis 1983 weiter und schildern auch den Rückbau sozialer Errungenschaften sowie die Zerschlagung der Verstaatlichten und die Durchdringung der Politik – auch der sozialdemokratischen Politik – mit neoliberalen Paradigmen.

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